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Michael KohlhaaS.
wertete: Kohlhaas, das Weib-und in Mitten der Rede auf
sonderbare Weise stockte, so konnte er von dem Zuge, der in diesemAugenblick wieder antrat, fortgerissen, nicht vernehmen was der Mannder an allen Gliedern zn zittern schien, verbrachte. — Als er aufdein Richtplatz ankam, fand er den Kurfürsten von Brandenburgmit seinem Gefolge, worunter sich auch der Erzkanzler Herr Heinrichvon Gcnsan befand, unter einer unermeßlichen Menschenmenge da-selbst zn Pferde halten: ihm zur Rechten der kaiserliche Anwald FranzMüller, eine Abschrift des Todeöurthcils in der Hand; ihm zur Lin-ken mit den: Conclusnm des Dresdner Hofgerichts sein eigener Au-wald, der NcchtSgelehrtc Anton Zauner; ein Herold in der Mittedes halbofsencn Kreises, den das Volk schloß, mit einem BündelSachen, und den beiden, von Wohlsein glänzenden, die Erde mitihren Husen stampfenden Rappen. Denn der Erzkanzler Herr Hein-rich hatte die Klage, die er im Namen seines Herrn in Dresdenanhängig gemacht, Punkt für Punkt und ohne die mindeste Einschrän-kung gegen den Junker Wenzel von Tronka durchgcsetzt; dergestaltdaß die Pferde, nachdem man sie durch Schwingung einer Fahneüber ihre Häupter ehrlich gemacht und aus den Händen des Abdeckers,der sie ernährte, zurückgezogen hatte, von den Leuten des Junkersdickgefüttert und in Gegenwart einer eigens dazu nicdergesetzten Kom-mission dem Auwald auf dem Markt zu Dresden übergeben wordenwaren. Demnach sprach der Kurfürst, als KohlhaaS von der Wachebegleitet auf den Hügel zn ihm heranschritt: nun Kohlhaas, heut istder Tag, an dem dir dein Recht geschieht! Schau her, hier liefereich dir Alles, was du auf der Tronkenburg gewaltsamer Weise cin-gebüßt und was ich als dein Landesherr dir wieder zn verschaffenschuldig war, zurück: Rappen, Halstuch, Rcichsgulbeu, Wäsche, bisauf die Knrkosten sogar für deinen bei Mühlberg gefallenen Knecht' Herse. Bist du mit mir zufrieden? — Kohlhaas, während er dasihm auf den Wink des Erzkanzlers cingehändigtc Conclusnm mit