Michael Kohlhaas.
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rück, so wenig als die Kosten des Begräbnisses meiner Frau! Her-fens alte Mutter wird eine Berechnung der Hcilkosten und eine Spe-cifikation dessen, was ihr Sohn in der Tronkenburg eingebüßt, bei-bringen, und den Schaden, den ich wegen Nichtverkaufs der Rappenerlitten, mag die Regierung durch einen Sachverständigen abschätzenlassen. — Luther sagte: rasender, unbegreiflicher und entsetzlicherMensch! und sah ihn an. Nachdem dein Schwert sich an dem Jun-ker Rache, die grimmigste genommen, die sich erdenken läßt: wastreibt dich auf ein Erkenntniß gegen ihn zu bestehen, dessen Schärfe,wenn es zuletzt fällt, ihn mit einem Gewicht von so geringer Er-heblichkeit nur trifft? — Kohlhaas erwiederte, indem ihm eine Thräneüber die Wangen rollte: hochwürdiger Herr! es hat mich meine Fraugekostet; KohlhaaS will der Welt zeigen, daß sie in keinem ungerech-ten Handel nmgekommen ist. Fügt euch in diesen Stücken meinemWillen, und laßt den Gerichtshof sprechen; in allem Anderen, wassonst noch streitig sein mag, füge ich mich euch. — Luther sagte:schau her, was du forderst, wenn anders die Umstände so sind, wiedie öffentliche Stimme hören läßt, ist gerecht; und hättest du denStreit, bevor du eigenmächtig zur Selbstrache geschritten, zu desLandesherrn Entscheidung zu bringen gewußt, so wäre dir deine For-derung, zweifle ich nicht, Punkt vor Punkt bewilligt worden. Dochhättest du nicht, Alles wohl erwogen, besser gethan, du hättest umdeines Erlösers willen dem Junker vergeben, die Rappen, dürre undabgehärmt wie sie waren, bei der Hand genommen, dich aufgesetzt,und zur Dickfütterung in deinen Stall nach Kohlhaasenbrück heim-geritten? — Kohlhaas antwortete: kann sein! indem er an's Fen-ster trat: kann sein, auch nicht! Hätte ich gewußt, daß ich sie mitBlut aus dem Herzen meiner lieben Frau würde ans die Beinebringen müssen: kann sein, ich hätte gethan, wie ihr gesagt, hoch-würdiger Herr, und einen Scheffel Hafer nicht gescheut! Doch weilsie mir einmal so theuer zu stehen gekommen sind, so habe es denn,
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