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Michael ÄohlhaaS.
ben, in diese Gemeinschaft flüchte; nnd wer mir ihn versagt, der stößtmich zn den Wilden der Einöde hinaus; er giebt mir, wie wolltihr das leugnen, die Keule, die mich selbst schützt, in die Hand. —Wer hat dir den Schutz der Gesetze versagt? rief Luther. Schriebich dir nicht, daß die Klage, die du eingcrcicht, dem Landesherr«,dem du sie eingereicht, fremd ist? Wenn Staatsdiener hinter seinemRücken Prozesse unterschlagen oder sonst seines geheiligten Namensin seiner Unwissenheit spotten, wer anders als Gott darf ihn wegender Wahl solcher Diener zur Rechenschaft ziehen, und bist dn, gott-verdammter nnd entsetzlicher Mensch, befugt ihn deshalb zn rich-ten? — Wohlan, versetzte KvhlhaaS, wenn mich der Landesherr nichtverstößt, so kehre ich auch wieder in die Gemeinschaft, die er be-schirmt, zurück. Verschafft mir, ich wiederhol' es, freies Geleit nachDresden: so lasse ich den Hansen, den ich im Schloß zn Lützen ver-sammelt, auseinander gehen, nnd bringe die Klage, mit der ich ab-gewiescn bin, noch einmal Lei dem Tribunal des Landes vor. —Luther mit einem verdrießlichen Gesicht warf die Papiere, die ansseinem Tische lagen, übereinander und schwieg. Die trotzige Stel-lung, die dieser seltsame Mensch im Staat ciunahm, verdroß ihn;nnd den Rechtsschlnß, den er von Kohlhaascnbrück aus an den Jun-ker erlassen, erwägend, fragte er: was er denn von dem Tribunalzn Dresden verlange? Kohlhaas antwortete: Bestrafung des Jun-kers den Gesetzen gemäß, Wiederherstellung der Pferde in den vori-gen Stand und Ersatz des Schadens, den ich sowohl als mein LeiMühlberg gefallener Knecht Hcrse durch die Gewaltthat die man anuns verübte, erlitten. — Luther rief: Ersatz des Schadens! Sum-men zu Tausenden, bei Inden und Christen, ans Wechsel nnd Pfän-der, hast du zur Bestreitung deiner wilden Sclbstcache ausgenommen.Wirst dn den Werth auch ans der Rechnung, wenn cs zur Nach-frage kommt, ansetzen? — Gott behüte! erwiderte Kohlhaas. Hansnnd Hof und den Wohlstand den ich besessen, fordere ich nicht zu-