Michael Kohlhaas.
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zur Antwort gab: sie glaube, er habe sich in die Kapelle geflüchtet;so rief er zwei Knechte mit Fackeln, ließ in Ermangelung der Schlüs-sel den Eingang mit Brechstangen nnd Beilen eröffnen, kehrte Altäreund Bänke um, und fand gleichwohl zu seinem grimmigen Schmerzden Junker nicht. Es was sich, daß ein junger zum Gesinde derTronkcnburg gehöriger Knecht in dem Augenblick, da Kohlhaas ansder Kapelle zurllckkam, herbeieilte, um aus einem weitläufigen stei-nernen Stall, den die Flamme bedrohte, die Streithengste des Jun-kers heranszuziehen. Kohlhaas, der in eben diesem Augenblick ineinem kleinen mit Stroh bedeckten Schuppen seine beiden Rappenerblickte, fragte den Knecht: warum er die Rappen nicht rette? undda dieser indem er den Schlüssel in die Stallthür steckte antwortete,der Schuppen stehe ja schon in Flammen; so warf Kohlhaas denSchlüssel, nachdem er ihn mit Heftigkeit ans der Stallthüre gerissen,über die Mauer, trieb den Knecht mit hageldichten flachen Hieben derKlinge in den brennenden Schuppen hinein, nnd zwang ihn unterentsetzlichem Gelächter der Umstehenden, die Rappen zu retten. Gleich-wohl als der Knecht schreckenblaß, wenige Momente bevor der Schup-pen hinter ihm zusammenstürzte, mit den Pferden die er an der Handhielt daraus hervortrat, fand er den Kohlhaas nicht mehr; und daer sich zu den Knechten ans den Schloßplatz begab und den Roß-Händler, der ihm mehreremal den Rücken zukchrte, fragte: was ermit den Thicrcn nun anfangen solle? — hob dieser plötzlich miteiner fürchterlichen Gebährde den Fuß, daß der Tritt, wenn er ihngethan hätte, sein Tod gewesen wäre: bestieg ohne ihm zu antwor-ten seinen Braunen, setzte sich unter das Thor der Burg und er-harrte, inzwischen die Knechte ihr Wesen sorttrieben, schweigend dmTag. Als der Morgen anbrach, war das ganze Schloß bis ans dieMauern nicdergebrannt, nnd niemand befand sich mehr darin alsKohlhaas nnd seine sieben Knechte. Er stieg vom Pferde nnd unter-suchte noch einmal beim Hellen Schein der Sonne den ganzen in
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