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Michael Kohlhaas.
die sie mit Feuer bewarfen, Herse iiber die Mndelireppe in denThurm der Vogtei eilte und den Schloßvogt und Verwalter, diehalb entkleidet beim Spiel saßen, mit Hieben und Stichen überfiel,stürzte Kohlhaas zum Junker Wenzel in's Schloß. Der Engel desGerichts fährt also vom Himmel herab; und der Junker, der ebenunter vielem Gelächter dem Troß junger Freunde, der bei ihm war,den Rechtsschluß, den ihm der Roßkamm Übermacht hatte, vorlas,hatte nicht sobald dessen Stimme im Schloßhof vernommen, als er-den Herren schon plötzlich leichenbleich: Brüder, rettet euch! znriefund verschwand. Kohlhaas, der beim Eintritt in den Saal einenJunker Hans von Tronka, der ihm entgegen kam, bei der Brnstfaßte und in den Winkel des Saals schleuderte, daß er sein Hirn anden Steinen versprühte, fragte, während die Knechte die anderenRitter, die zu den Waffen gegriffen hatten, überwältigten und zer-streuten: wo der Junker Wenzel von Tronka sei? Und da er beider Unwissenheit der betäubten Männer die Thüren zweier Gemächer,die in die Seitenflügel des Schlosses führten, mit einem Fußtrittsprengte und in allen Richtungen, in denen er das weitläufige Ge-bäude durchkreuzte, niemand fand, so stieg er fluchend in den Schloß-Hof hinab, um die Ausgänge besetzen zu lassen. Inzwischen war,vom Feuer der Baraken ergriffen, nun schon das Schloß mit allenSeitengebäuden, starken Ranch gen Himmel qualmend, angegangenund während Sternbald mit drei geschäftigen Knechten Alles, wasnicht niet- und nagelfest war, znsammcnschleppten und zwischen denPferden als gute Beute umstürzten, flogen unter deni Jubel Herfensans den offenen Fenstern der Vogtei die Leichen des Schloßvogts undVerwalters mit Weib und Kindern herab. Kohlhaas, dem sich, als erdie Treppe vom Schloß niederstieg, die alte von der Gicht geplagteHaushälterin, die dem Junker die Wirthschaft führte, zu Füßen warf,fragte sic, indem er auf der Stufe stehcu blieb: wo der Junker Wen-zel von Tronka sei? und da sie ihm mit schwacher zitternder Stimme