Michael Kohlhaas.
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zu werden, nicht weiter in dieser Sache einkommen. Kohlhaas steckteden Brief ein und ließ den Sarg auf den Wagen bringen. Sobaldder Hügel geworfen, das Kreuz darauf gepflanzt und die Gaste diedie Leiche bestattet hatten entlassen waren, warf er sich noch einmalvor ihrem nun verödeten Bette nieder und übernahm sodann dasGeschäft der Rache. Er setzte sich nieder und verfaßte einen Rechts-schluß, in welchem er den Junker Wenzel von Tronka kraft der ihmangeborenen Macht verdammte, die Rappen, die er ihm abgenom-men und auf den Feldern zu Grunde gerichtet, binnen drei Tagennach Sicht nach Kohlhaasenbrück zu führen und in Person in seinenStällen dick zu füttern. Diesen Schluß sandte er durch einen rei-tenden Boten an ihn ab, und instrnirte denselben, flugs nach Ueber-gabe des Papiers wieder bei ihm in Kohlhaasenbrück zu sein. Dadie drei Tage ohne Ueberlieferrmg der Pferde verflossen, so rief erHersen; eröffnete ihm, was er dem Jungherrn, die Dickfütterungderselben anbetrsffend, anfgegeben; fragte ihn zweierlei, ob er mitihm nach der Tronkenbnrg reiten und den Jungherrn holen; auchob er über den Hergeholten, wenn er bei Erfüllung des Rechtsschlns-ses in den Ställen von Kohlhaasenbrück faul sei, die Peitsche führenwolle? und da Herse, so wie er ihn nur verstanden hatte: Herr,heute noch! aufjanchzte und indem er die Mütze in die Höhe warfversicherte: einen Riemen mit zehn Knoten, um ihn das Striegelnzu lehren, lasse er sich flechten! so verkaufte Kohlhaas das Hans,schickte die Kinder in einen Wagen gepackt über die Gränze; rief LeiAnbruch der Nacht auch die übrigen Knechte zusammen, sieben ander Zahl, treu ihm jedweder wie Gold, bewaffnete und beritt sieund brach nach der Tronkenbnrg auf.
Er fiel auch mit diesem kleinen Hansen schon beim Einbruchder dritten Nacht, den Zollwärter und Thorwächter, die im Ge-spräche unter der Thür standen, niederreitend in die Burg, und wäh-rend unter plötzlicher Anfprasselung aller Baraken im Schloßraum,H. v. Kleists Werke. III. Bd. 3