Mich.icl KohlhaaS.
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ansah, versetzte, daß ohne einen landesherrlichen Erlaubnißschein keinNoßkamm mit Pferden über die Gränze gelassen würde. Der Roß-kamm versicherte, daß er siebzehn Mal in seinem Leben ohne einensolchen Schein über die Gränze gezogen sei; daß er alle landesherr-lichen Verfügungen, die sein Gewerbe angingen, genau kennte; daßdies wohl nur ein Jrrthum sein würde, wegen dessen er sich zu be-denken bitte, und daß man ihn, da seine Tagereise lang sei, nichtlänger unnützer Weise hier aufhalten möge. Doch der Vogt crwic-derte, daß er das achtzehnte Mal nicht durchschlüpfen würde, daß dieVerordnung deshalb erst neuerlich erschienen wäre, und daß er ent-weder den Paßschein noch hier lösen oder znrückkehren müsse, wo erhergekommen sei. Der Roßhändlcr, den diese ungesetzlichen Erpres-sungen zu erbittern anfingcn, stieg nach einer kurzen Besinnung vomPferde, gab es einem Knecht und sagte, daß er den Junker vonTronka selbst darüber sprechen würde. Er ging auch auf die Burg;der Vogt folgte ihm, indem er von filzigen Gcldraffcrn und nütz-lichen Aderlässen derselben murmelte; und beide traten, mit ihrenBlicken einander messend," in den Saal. Es traf sich, daß der Jun-ker eben mit einigen muntern Freunden beim Becher saß und umeines Schwanks willen ein unendliches Gelächter unter ihnen erscholl,als Kohlhaas, um seine Beschwerde anznbringen, sich ihm näherte.Der Junker fragte, was er wolle; die Ritter, als sie den fremdenMann erblickten, wurden still; doch kaum hatte dieser sein Gesuch,die Pferde betreffend, angefangen, als der ganze Troß schon: Pferde?wo sind sie? ausrief und an die Fenster eilte, um sie zu betrachten.Sie flogen, da sie die glänzende Koppel sahen, auf den Vorschlag desJunkers in den Hof hinab; der Regen hatte aufgchört; Schloßvogtund Verwalter und Knechte versammelten sich um sie, und alle mu-sterten die Thiere. Der eine lobte den Schwcißsuchs mit der Blesse,dem Andern gefiel der Kastanienbraune, der Dritte streichelte denSchecken mit schwarzgelben Flecken; und Alle meinten, daß die Pferde