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Michael Kohlhaas.
wie Hirsche wären und im Lande keine bessern gezogen würden. Kohl-haas erwiederte innnter, daß die Pferde nicht besser wären, als dieRitter, die sie reiten sollten; und forderte sie ans zu kaufen. DerJunker, den der mächtige Schwcißhcngst sehr reizte, befragte ihn auchum deu Preis; der Verwalter lag ihn: an ein Paar Rappen zukaufen, die er wegen Pfcrdemaugels in der Wirtschaft gebrauchenzu können glaubte; doch als der Noßkamm sich erklärt hatte, fandendie Ritter ihn zu. thcncr, und der Junker sagte, daß er nach derTafelrunde reiten und sich den König Arthur anfsuchen muffe, wenner die Pferde so anschlage. Kohlhaas, der den Schloßdogt und denVerwalter, indem sie sprechende Blicke auf die Rappen warfen, miteinander flistern sah, ließ cs ans einer dunkeln Vorahnung an nichtsfehlen, die Pferde au sie los zu werden. Er sagte zum Junker:Herr, die Rappen habe ich vor sechs Monaten für fünfundzwanzigGoldgülden gekauft; gebt mir dreißig, so sollt ihr sie haben. ZweiRitter, die neben dem Junker standen, äußerten nicht undeutlich, daßdie Pferde wohl so viel Werth wären; doch der Junker meinte, daßer für den Schweißfnchs wohl, aber nicht eben für die Rappen Geldausgcben möchte, und machte Anstalten aufzubrechcu; worauf Kohl-haas sagte, er würde vielleicht das nächste Mal, wenn er wieder mitseinen Gäulen durchzöge, einen Handel mit ihm machen; sich deinJunker empfahl, und die Zügel seines Pferdes ergriff, um abzurei-ten. In diesem Augenblick trat der Schloßvogt aus dem Haufenvor und sagte, er höre, daß er ohne einen Paßschein nicht reisendürfe. Kohlhaas wandte sich und fragte den Junker, ob cS dennmit diesem Umstand, der sein ganzes Gewerbe zerstöre, in der Thatseine Richtigkeit habe? Der Junker antwortete mit einem verlegenenGesicht, indem er abging: ja Kohlhaas, den Paß mußt du lösen.Sprich mit dem Schloßvogt und zieh deiner Wege. Kohlhaas ver-sicherte ihn, daß es gar nicht seine Absicht sei, die Verordnungen,die wegen Ausführung der Pferde bestehen möchten, zu umgehen;