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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
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Michael Kohlhaas.

den Pferden still, lind rief den Schlagwärter, der auch bald daraufniit einem grämlichen Gesicht ans dem Fenster sah. Der Noßhänd-ler sagte, daß er ihm öffnen solle. Was giebt's hier Neues? fragteer, da der Zöllner nach einer gerannten Zeit aus dem Hanse trat.Landesherrliches Privilegium, antwortete dieser, indem er aufschloß:dem Junker Wenzel von Tronka verliehen. So, sagte Kohlhaas.Wenzel heißt der Junker? und sah sich das Schloß an, das mitglänzenden Zinnen über das Feld blickte. Ist der alte Herr todt?Am Schlagflnß gestorben, erwiedcrre der Zöllner, indem er den Baumin die Höhe ließ. Hm! Schade! versetzte Kohlhaas. Ein wür-diger alter Herr, der seine Freude am Verkehr der Menschen hatte,Handel und Wandel, wo er nur vermochte, forthalf, und einen Stein-damm einst bauen ließ, weil mir eine Stute draußen, wo der Wegin's Dx.rf geht, das Bein gebrochen. Nun! was bin ich schuldig?fragte er; und holte die Groschen, die der Zollwärter verlangte, müh-selig unter dem im Winde flatternden Mantel hervor. Ja Alter,setzte er noch hinzu, da dieser: hurtig! hurtig! murmelte, und überdie Witterung fluchte: wenn der Baum im Walde stehen gebliebenwäre, wär's besser gewesen, für mich und euch; und damit gab erihm das Geld und wollte reiten. Er war aber noch kaum unterden Schlagbaum gekommen, als eine neue Stimme schon: halt dort,der Roßkamm! hinter ihm vom Thurm erscholl, und er den Bnrg-vogt ein Fenster znwerfen und zu ihm herabeilcn sah. Nun, wasgiebt's Neues? fragte Kohlhaas bei sich selbst, und hielt mit denPferden an. Der Burgvogt, indem er sich noch eine Weste über sei-nen weitläufigen Leib zuknöstfte, kam, und fragte, schief gegen dieWitterung gestellt, nach dem Paßschein. Kohlhaas fragte: derPaßschein? Er sagte ein wenig betreten, daß er, so viel er wisse,keinen habe; daß man ihm aber nur beschreiben möchte, was diesfür ein Ding des Herrn sei, so werde er vielleicht zufälligerweisedamit versehen sein. Der Schloßvogt, indem er ihn von der Seite