Die Zölle müssen bei solchen Vergleichungen außer Ansatz bleiben,weil sie nicht gerade von der Gegend getragen werden, in der sie ein-gchen. Der hohe Steuerbcitrag des Jsarkreises rührt von der starkenEinnahme aus Aufschlag (Accisc) in der Hauptstadt her, der nie-drige Satz des Untermainkreises vielleicht von dem geringen Bicr-verbrauche. Die Veränderung der Krciseintheilung im Jahre 1837gestattet keine Vergleichung älterer und neuerer statistischen Zahlen.
Belgien, Mittelbetrag der direkten Steuern, Accise, der Einrrags-und Stempelgcbühr von 1836—38, ohne Abzug der im Jahre 1839an Holland abgetretenen Landestheilc; mit der Bevölkerung v. 1838:
Steuer.
Bcvvlk.
Steuer.
Bevölk.
Brabant . .
Fr.
22/
10,110
Ostflandcrn .
Fr-
14/
14,090
Antwerpen. .
19,"
7060
Westflandern .
12/»
10,800
Hennegau . .
IS,"
9870
Limburg, . .
10,"
1830
Lüttich . . .
15,
7S90
Luxemburg. .
8,"
1170
Namur . . .
14,
3470
Hier ragt ebenfalls Brabant der Hauptstadt willen, sodann auchwegen der vielen Bierbrauereien hervor, Antwerpen wegen der un-gewöhnlich starken Accisecntrichtung von Zucker aus den zahlreichenSiedereien; die in jeder Provinz erhobene Accise steht keineswegsmit dem Verbrauch innerhalb der Provinz in gleichem Vcrhältniß.— Die Provinzen desprcuß. Staates verhalten sich nach Hanse-mann, wenn man die direkten Steuern, die Mahl-, Schlacht- undClaffensteuer zusammenfaßt, nach der damaligen Bevölkerung, so:
Steuer.
Bevvlk.
Steuer.
Bevolk.
Sachsen. . .
Rthlr.
2/°
3100
Schlesien . .
Rthlr.
1/'
3260
Rheinpreußen.
2,'"
4630
Pommern . .
I/-
IS60
Westfalen . >
1,"
3380
Preußen. . .
1/-
1680
Brandenburg.
I/»
2100
Posen . . .
1 23
19S0
wo aber die Tranksteuern und Zölle fehlen. — In den österreichischenProvinzen kommt nach dem A. für 1848 auf den Kopf von sämmtli-chen Steuern : Oe. unter d. Ens S/' fl., Steiermark 4," fl., Kärn-then und Krain 3/°, Oe. ob. d. Ens 3/», Böhmen 2/», Mähren undSchlesien 2/», Tirol 2,'?, Galizien 1 /° fl.
Die von der schweizerischen Tagsatzung aufgestellte, 1838 abgeän-derte Scala des Beitrags zu den Militärausgaben des Bundes, dieman für ein richtiges Maaß des Wohlstandes hält, zeigt das ge-ringere Einkommen der hauptsächlich auf Viehzucht hingcwiese-nen höheren Gebirgsgegenden, im Vergleich mit den fabrik- undhandeltreibenden Cantonen, welche größere Städte und fruchtbarenBoden besitzen. Es ist hiebei ein Kontingent von 2 Proe. angenom-men, und der Mann wird bezahlt mit 30 Fr. von Basel-Stadt, 2SFr. Genf, 20 Fr. Zürich, Bern, Aargau, Ncuenburg, Waadt, IS Fr.Thurgau, Solothurn, Freiburg, St. Gallen, Lucern, Schaffhauscn,Appenzell A. R.; I2>^ Fr. Basel-Landschaft; 10 Fr. Tessin, Glarus,Juraämter von Bern; 7>/z Fr. Wallis, Bündken, Zug; 5 Fr. Unter-walden, Schwyz, Uri, Appenzell I. R. —