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unzuverlässig, wenn in den vorhin genannten Umstanden großeVerschiedenheiten obwalten. Die Erfahrung zeigt, daß bei glei-chen Steuergesetzen auf jeden Kopf der großen Städte ein höhe-rer Beitrag kommt, als sonst im Lande, und daß öfters die starkbevölkerten Gegenden im Werhältniß zu ihrer Kopfzahl mehrentrichten, als die schwächer bewohnten, woraus man schließenkann, daß hier in der Regel eine größere Stcuerfähigkeit Stattfinde. Doch dürfte man auch nur da jedem Kopf nach Maaß-gabe der dichteren BcVölkern ng eine stärkere Summe auf-legen, wo man in dem guten Fortgange der Gewerbe, im Ar-beitslohn und der Lebensweise der Einwohner die Merkmaleeines höheren Wohlstandes erkennt, weil auch nicht selten einehohe Bevölkerung mit ungünstigen Nahrungsverhältnissen an-getroffen wird (-). Hat man einen Anschlag der Gebäude, soläßt sich aus diesem einigermaßen abnehmcn, ob man die Be-völkerung zum Maaßstabe nehmen dürfe.
(a) Betrachtungen hierüber enthalten Benzenberg, Preußens Geld-haushalt, S. 77. 131. — Onuilli,'1 döarlv cle 1'eoo». pol. S. 192(unklar). — (Hofer) angcf. Ideen, 1808. — Hätten wir mehrstatistische Thatsachen, welche aus mehreren Staaten zeigten, wiesich der Stcuerbetrag der Landesthelle bei gleicher Steuerverfaffungstellt, so würden wir über den besten Vertheilungsmaaßstab für denentgegengesetzten Fall sicherer urthcilen können. Die meisten hieraufsich beziehenden Nachrichten nehmen entweder nicht alle Steuern auf,oder lassen cs zweifelhaft, ob die ungleichen Beiträge der Provinzenauch wirklich dem Grade von Stcuerfähigkeit eincrjeoen entsprechen,(ä) Dicß ergiebt sich z. B. aus den von 6 oraler (AKrioiIturo cls In.t'Inixlre frnii^gjse) mitgethcilken Angaben über die Steuer derfranz. Departements, wenigstens im Ganzen. — Rechnet man imGroßh. Hessen die directcn und die Tranksteuern zusammen, so stehtder Beitrag der 3 Provinzen ungefähr in demselben Verhältniß wiedie Bevölkerung; der Kopf zahlte in Rheinheffen 4,^», in Starken-burg 2,°( in Oberhessen 2," fl., auf der ss) M. lebten 7670—4755—3670 Einw., s. v. Hofmann Beiträge, S. 142,213.
In Baiern ergiebt der Durchschnittsbetrag der dirccten Steuernund des Aufschlags von 18"/zg u. 18 ^/z, auf den Kopf nach derBevölkerung der fg M. von 1834 folgende Zahlen:
Steuer.
Bcvölk.
Steuer.
Bcvölk.
Jsarkreis . .
fl-
4,"
2ll0
Unterdonaukreis
fl.
2,"
2210
Rezatkreis. ,
3,-'
3860
Obermainkreis
2,°-
2970
Regenkreis. .
3,"
2270
Untermainkreis
2,"
3620
Oberdonaukreis
3,-°
3050