der Regel von den Käufern im Waarenpreise vergütet werden. DieAufhebung des Wcggeldes muß daher 1) die Preise der Waarenzu Gunsten der Zehrer erniedrigen und hiedurch zum Vortheilder Erzeuger den Absatz erweitern («), namentlich auch denVerkauf ins Ausland, bei dem man insgemein mehrfache Eon-currenz zu bestehen hat. Dieser Vortheil wird von den ent-legenen Gegenden eines Landes und von den Erzeugern solcherWaaren, die im Verhältnisse zu ihrem Gewichte nur einen nie-drigen Preis haben, am meisten empfunden. 2) Sie veran-laßt die häufigere Durchfuhr ausländischer Waaren, welche nichtallein den an den Straßen liegenden Drtschaften mancherlei Ver-dienst verschafft, sondern auch zum Zwischenhandel und zum An-knüpfen anderer Handelsverbindungen manchen Anlaß giebt.3) Sie bereitet den Reisenden eine Kostenersparniß. Erwägtman hiezu noch die beschwerliche und kostbare Erhebungdes Weggeldes (ä), so muß man die Aufhebung desselben fürsehr zuträglich erachten (a), auch ist es nicht unbillig, denStraßenbau aus den allgemeinen Staatseinkünften zu be-streiten, weil der Nutzen der Straßen mittelbar allen Bewoh-nern des Landes durch den niedrigeren Preis vieler Güter fühl-bar wird. Hat ein Staat das Beispiel der unentgeldlichenStraßenbenutzung gegeben, so kann zur Erhaltung des Waarcn-zugcs die Nachahmung dieser Maaßregel in den Nachbarländernnothwendig werden (,/). Da indessen ein mäßiges Wcggeldnur auf großen Strecken und nur bei Waaren von einem sehrniedrigen Preise eine beträchtliche -Verthcuerung verursacht (e),so kann das Fortbestehen dieser Gebühr, bei sonst guter Ein-richtung, wenigstens nicht als Hemmniß der Betriebsamkeit an-gesehen werden, es ist also zugleich daraus Rücksicht zu nehmen,wie beim Aufhören des Weggeldes der Ausfall gedeckt werdenkann, und ob keine anderen Einnahmsquellen vorhanden sind,deren Nachlaß noch dringenderes Bedürfniß ist.
(a) Das Weggcld unterscheidet sich wesentlich von einer, auf irgend eineWaare gelegten Steuer, denn es trifft solche Vorräthe gar nicht, dieauf keine Chaussee kommen, z. B. das in den Dörfern verkaufte undverzehrte Getreide und Holz; es trifft ferner die in der Nähe desMarktortcs wohnenden Erzeuger weniger und erhöht ihren reinenUeberschusi.