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war man gewohnt, die meisten Briefe unfrankirt zu versenden. ImNovember 1849 hatten sich die frankirtcn von erst auf '/ ver-mehrt und cs wurde ein Portozuschlag von 19 Proc. für di?nichtfrankirtcn vorgeschlagen. — In Oesterreich kostete v. 1722—1751jeder Brief 8 kr. — Präsident Taylor (Botschaft 4. Dec. 1849)empfiehlt für den amcricanischen Bundesstaat ei» gleichförmigesPorto von 5 Cents — 7 ,'^ kr.
(/') M. Cu Noch, 4'axnt. S. 307 ist ein Gegner der brit. Postrcformund glaubt, ein mittlerer Portosah von 2 —3 P. für den Brief wäreweit bester gewesen. — Vorschlag von Herrfeldt a. a. O.: Stadt-post 1 kr., — bis zur nächsten Station 3 kr., — darüber hinaus 8kr. Hiebei würde aber in der Nähe sogar noch eine Erhöhung gegenden bisherigen Satz eintreten. Besser vielleicht 4 Stufen mit Stem-peln von verschiedener Farbe: I) an Ort und Stelle I kr.,—2) bis zur nächsten Station 2 kr., —3) bis 10 oder 12 Meilen 4kr., — 4) weiter 8 kr. Dieß würde allerdings der Staatscasse einstarkes Opfer aufcrlegen. — Oesterreich stellte vom 1. August 1842an 2 Portosätze, 8 kr. bis zu 19 Meilen und >2 kr. für größere Ent-fernung auf, mit der erklärten Absicht, daß künftig nur ein einzigervon 6 kr. bestehen solle. ( 7 ,^ kr. des münch. Fußes). Der Satz von6 kr. wurde später bis auf 20, 1819 bis auf 30 Meilen ausgedehnt.Im Sept. 1849 wurde das Porto bis 10 Meilen auf 3 kr., darüberauf 8 kr., in Wien auf 2 kr. herabgesetzt. — Bai. Sätze (Jun. 1849) :bis 12 Meilen 3 kr., darüber 6 kr., im Orte und der Umgebung 1 kr.— Antrag der Dresdener Conferenz: bis 6M. incl. 2 kr., bis 20 M.5 kr., darüber 10 kr. (100 kr. — 122/ kr. des 24>/j fl. Fußes.) —Vorschlag in der Bicrteljahrsschrift a. a. O.: bis 20 M. 1 Sgr.,20—70 M. 2 Sgr,, 70—155 Sgr. 3, darüber 4 Sgr. — Prcuß.Entwurf, Dec. 1849: bis 10 M. 2 Sgr., 10—20 M. 3 Sgr., dar-über 4.
§. 217 .
8. Pakettarif. Gleiche Gewichtsmenge wird bei derFahrpost weit niedriger belegt, als bei Briefen, weil man vor-aussetzt, daß der Post- oder Packwagen Frachtstücke von an-sehnlichem Gewicht zu versenden hat, bei denen die Bemühungdes Personals verhältnißmaßig viel kleiner ist, sowie auch dieFortschaffung langsamer geschieht (er). Der Fahrposttarifwird genauer als der fürBriefe aufgestellte nach der Entfernungeingerichtet, doch ist es üblich und angemessen, von kleinen Ent-fernungen und Gewichtsmengen eine verhaltnißmäßig höhereTaxe zu nehmen als von größeren (S).
6. Tarif für Geldsendungen, welche wegen dergrößeren Haftung ein höheres Porto entrichten müssen (o).
v. Tarif für die Personen auf dem Postwagen (ek),
Rau, polit. Oekon. 3te Ausg. III. 1 g