ganz nach der Entfernung richtet, und aus einer unveränderlichen,die jenen glcichblcibcnden Kosten jedes Briefes entspricht. Es sei uder feste Bestandtheil, b die Frachtgebühr für die Meile, in die Mei-lenzahl, so ist die Tape t —u -j-m b. Setzt man z. B. u—2 kr. undb — >/z kr., so erhält man gerade den früheren baicrischcn Tarif von12 M. an. Die Tarife find entweder „exelusivo" gestellt, so daßz. B. eine Entfernung von IS bis an 20 M. einen Satz erhält, beivollen 20 M. aber der höhere eintritt, oder „inclusive", d. h. in die-sem Beispiel über 16 bis mit 20 Meilen rc. Die Taxe sollte nach dermittleren Entfernung berechnet werden, z. B. bei 15—20 nach 17'/^M. Sachsen: 1 Meile 4 Pfennige, und für jede Meile weiter 1Pfenn. mehr. V. v. 7. Dec. 1840. — Für die Steigerung der Taxenach dem Berhältniß der Entfernng v. Jmhoff-Spielbcrg inHarls Allg. Archiv, 1827. I. H. — Dieß ist die Regel des bad. Ta-rifs vom 11. Aug. 183 t und 22. Okt. 1841. Der einfache Brief be-zahlt bis zu 3 Meilen 2 kr., über 3—6 Meilen 4 kr., über 6—12Meilen 6 kr. und für je 6 Meilen weiter 2 kr. Hiezu kommt 1 kr.Bestellungsgebühr von jedem Briefe. Taris in Würtcmberg 1—3Meilen exol. 2 kr., 3— an 6 M. 3 kr., 6 bis an 12 M. 4 kr., 12 bisan 18 M. 6 u. s. f. für je 6 Meilen 2 kr. mehr.
(e) Z. B. Preußen und Baden überb/,—1 Loth 1/zfachcr Satz, über1—1'/z Loth 2fach, über 12 Loth 2hs,fach und für je Lothweiter ' x Satz mehr. — Ehemals war das Einschließen mehrererBriefe in einen Umschlag verboten, aber das Verbot ließ sich nichthandhaben.
(/) Gewöhnlich nur der Brieftape, aber nur wenn die Sendung freigemacht (frankirt) wird.
(t,) Baden, z. B. bei dem Preise von 4—10 fl. für eine Zeitung 2 fl. 30kr. — bei 10—20 fl. 3 fl. 30 kr., — bei 20—40 fl. 5 fl. rc. und dabeiimmer für tägliches Austragen jährlich 30 kr. Oesterreich und Tapis25 Proc. des Preises, überhaupt ein angemessener Satz.
Z. 216 u.
Die britische Postreform von 1840 (Z, 213.) besteht in derEinführung eines einzigen Preissatzes für alle im Lande ver-sendeten Briefe, ohne Rücksicht auf den zurückzulegenden Weg.Die Beweggründe hiezu waren nachstehende: 1) Das bisherigethcure Briefporto war sehr nachtheilig, Z. 207. 2) Unter den,von der Briefpost versendeten Gegenständen befanden sichso viele Zeitungen und postfreie Schreiben, daß auf die Fort-schaffung der bezahlten Briefe der kleinere Theil der Kostenkam («). 3) Die unveränderlichen Kosten betragen mehr,als die veränderlichen, von der Wersendung herrührenden. 4)Diese richten sich auch nicht genau nach der Entfernung, weilsie zugleich davon abhangen, welche Anzahl von Briefen ic, aufeinmal (in einem Felleisen) fortgeschafft wird, weshalb die Aus-