zu beobachten ist. In den größten Städten ist eine eigeneStadt-Briefpost nöthig (S).
(a) Wo möglich aufjedem Curse täglich. In Frankreich sind neuerlichSOOO Fußboten angestellt worden, die täglich 5 Wegstunden machenund jede Gemeinde alle 2 Lage besuchen. In Bezug auf schnelle Be-förderungen sind neuerlich in allen Staaten große Fortschritte ge-macht worden.
(L) Die kleine Post in Paris bestellt täglich 15 000 Briefe. — ?e,u,^-I>»st in London seit 1080.
Z. 216.
III. Laxwesen. Die Erhebung der Post-Taren geschahbisher allgemein nach Tarifen, deren leicht verständlicheEinrichtung und öffentliche Bekanntmachung Unterschleife ver-hüten und Jeden in den Stand setzen muß, sich von der Ge-setzlichkeit der geforderten Taxe selbst zu überzeugen. Bei derEntwerfung der Tarife (») muß man vor Allem die Kostenermitteln, welche jeder Wersendungsgegenstand oder jede Reiseder Anstalt verursacht, und sodann sich darüber verständigen,wie die anzusetzende Taxe sich zu den Kosten verhalten soll,Z. 213. Die Taxen steigen sowohl mit den Entfernungen, alsmit dem Gewichte der versendeten Gegenstände, und werdendaher durch Tabellen, in denen die Zahlen nach zwei Richtun-gen fortwachsen, ausgedrückt.
Briestarif.
1) Man bestimmt ein gewisses Gewicht des einfachenBriefes, von welchem die niedrigste Taxe bezahlt wird. Fürdie unteren Stände, die sich insgemein eines gröberen Papiersbedienen, ist es schonend, wenn der einfache Satz nicht zu nie-drig gesetzt wird (S).
2) Die Steigerung nach der Entfernung soll nicht nach derLänge des Weges, den die Post zufällig wegen der jetzigenCurseinrichtung zurücklegt, sondern nach dem geraden Abstandeder Orte bemessen werden (c). Auch sollte man den Satz inhäufigen und kleinen Abstufungen weiter steigen lassen, nichtetwa bloß von 10 zu 10 Meilen, wobei z. B. eine Entfernungvon 61 und 69 Meilen gleiche Taxe bezahlen würde. Da dieKosten nicht genau mit der Länge des Weges wachsen, vielmehr