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Moltkc, S. 138. Die beiden Curien des vereinigten Landtags inPreußen (1847) sprachen den Wunsch aus, daß das Salzregalaufgehoben werden möge, wobei sie die Unvermeidlichkeit des Ersatzesdurch eine Steuer anerkannten; Ständecurie 26. Mai. (Wcrhandl.X, 1331), Herrencurie. 4. Jun. (VIII, >3(17). — vemosmax inüournsl <Io8 üco». XVIV, (Derb. 1849.)
(S) Beträgt der Monopolgewinn z. B. 1'/, kr. vom Pf., so ist bei einemSpeiseverbrauch von IS Pf. für den Kopf in einer Familie von 5oder 6 Köpfen die Jahresausgabe 1 fl. S2'/, Kr.— 2 fl. IS Kr, bei8 Köpfen schon 3 fl. Die französische bisherige Salzsteuer von4'/ Kr. ans das Pf. beträgt für S Köpfe und 12 Pf. auf jeden 4 fl.12 kr. jährlich.
(c) In Baden zählte man 1829 über 23 OOO Familien, welche gar keine,und 24 000 Weibspersonen, welche nur die halbe Gewerbssteuer be-zahlten. Der Vortheil, den ihnen die Erniedrigung des Salzprei-ses gewährte, wäre ihnen folglich durch eine Steuerermäßigung nichtzu verschaffen gewesen. Rau a. n. 0. I, 344.
(et) Belege aus der Erfahrung. 1) Der Salzverbrauch in Frankreichwar vor der Revolution in den verschiedenen Landestheilen(§. 186 (-)) nach der Höhe des Salzpreises abgestuft, nämlich9'/ Pf. bei der xrancko, 11'/ Pfund bei der peilte Krnbelle, >4in den pa/8 6e snlines, 18 Pfund in den befreiten Provinzen, 19'/,Pfd. in der Normandie, nach einer anderen Berechnung 12—20Pfd., Lne/olop. a. a. O. S. 337. — 2) Als im C. Bern der Preisvon 12 auf 10 Fr. herabgesetzt wurde (um '/), sank der Erlös nurum und nach 6 Jahren erreichte er den früheren Betrag von1824 wieder, Bericht über die Staatsverw. rc. S. 290. — 3) ImI. 1833 wurde in Baden der Salzprcis im Großen von 3'/, auf2'/, kr. (um 28/' Proc.), im Kleinhandel von 4 auf 3 kr. (um 2SProc.) erniedrigt. Der Verbrauch an Speise - und Viehsalz war1832 244 S44 Ctr., >833 274 482 Etr., 1834 283 73S Ctr., also 16Proc. mehr, der Erlös fiel deshalb nur um 17 Proc. Neuerlichscheint der Verbrauch seine oberste Gränze erreicht zu haben, da erschon 1836 23'/, Pfd betrug und seitdem sehr wenig mehr gestiegenist. 4) In Würtemverg crffolgte gleiche Herabsetzung am 1. Febr.1834. Der inländische Absatz (Hohenzollern einbegriffen) wari.D. 1829—32, 282 696 Ctr., i. D. 183S—38 364 201 Ctr., also28/ Proc. mehr, oder auf den Kopf resp. 17 und 21/ Pf. — S) InPreußen wurden, aus dem Roherträge zu schließen, 1840 u. 41 i. D.gegen 221MiU. Pf., nach der Herabsetzung des Preises aufaber i. D. von 1843—46 gegen 241'/, Mill. verbraucht, also nur 9Proc. mehr! — 6) Im britischen Reiche war die Zunahme beispiellosstark, freilich auch die frühere Steuer ganz übermäßig. 1810—17 wur-den i.D.2 Mill. Bush. imJnnern verbraucht, 1827—34 10-307 000B. j., also das Sfache! s. korter, I'roxrc-ss. ot'tl,e Nation, I. 34S.— 7) In Frankreich trat mit dem 1. Jan. 1849 die niedrige Steuervon 10 Fr. auf 100 Kil. ein. Der Ausfall der ersten 7 Monate war14'/, Mill. Fr. Ohne Zunahme des Verbrauchs hätte er 26'/ Mill.betragen müssen, denn von 230,000 Kil. machen 134000 Kil.und es müssen gegen 2S7 000 Kil. versteuert worden sein. Jndeß istdie Zeit noch zu kurz. Eine fortdauernde Vermehrung des Speise-Verbrauchs aus den Kopf dürfte man nicht erwarten und die Zu-nahme der Wohlhabenheit zieht keine Steigerung des SalzgenufseSRau, pol. Oekon. Ste Ausg. UI. I g