Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
85
Einzelbild herunterladen
 

e) Waffen und Schießpulver sind wohlfeiler aus Privat-als aus Staatsfabrikcn zu erhalten (<k). Geschützemüssen dagegen in der Regel in Gießereien und Wohr-werken auf Rechnung des Staats gefertigt werden, dochkönnen kleine Staaten dieselben vertragsmäßig aus größe-ren beziehen.

ei) Pferde werden am sichersten und wohlfeilsten erwor-ben, wenn die inländische Pferdezucht, mit Hülfe desLandgestütcs (II, §. 168 .) die erwünschte Ausdehnungund Vollkommenheit erreicht hat (e).

(a) Jn Baiern war die Portion von I ^ Pi-Roggenbrot für 183743 auf3'/g kr. angeschlagen. In Baden besteht sie aus l'/g Pf. Brod. von V-Kern, f.Roggen und VtGcrste.Anschlagspr. für >849 4,-kr.Wür-temb.: 2 Pf. Brot, zu 4 kr. angeschlagen.Belgien: tagt. >6Cent.4,"kr. Frankreich, I V- Pfd. Brot. A. für 1844 : auf 166 Por-tionen 200 Pf. Waizen für 23 Fr., Verarbeitungskosten 2," Cent.;mit allen Nebenkosten kommt die P. auf 17," Cent. 4," oder5 kr. Ein Spitaltag ist auf l V, Fr. angenommen.

Bei dem Pferdefutter ist in Baden die schwere Ration für Zug-pferde 7/2 Meßlein Haber (>00 auf das Malter), 8/, Pf. Heu,4>/, Pf. Stroh, die leichte für Reitpferde 6 Meßl. Haber, 7>/, Pf.Heu und 4 Pf. Stroh. Würtemberg: schwere Rat. 2 Bicrtel Haber( 7,- bad. Meßl.), 12 Pf. Heu ( 11,- bad.), 7'/, (7 bad.) Pf.Stroh; leichte Rat. 1'/» Viertel (5,° Meßl.) Haber, 7 (6," bad.)Pf. Heu und 5 (4," bad.) Pf. Stroh.

(K) In Baden wurde bisher das, was die genannten Gegenstände überden angenommenen Mittelpreis kosten, aus der Staatscasse besondersvergütet, was im Durchschnitt der Jahre 1837 u. 38 94 768 fl. be-trug.

(c) Bemerkenswcrth ist das Verfahren, dem Soldaten nach den bisheri-gen Erfahrungen eine zur Anschaffung und Ergänzung seiner Mon-tur zureichende Summe zu vergüten und ihm dagegen die einzelnenKleidungsstücke gegen Bezahlung zu verabreichen. Dieß hat denVortheil, daß cs in seinem Interesse liegt, die Kleidung zu schonen,und daß er doch nie daran Mangel zu leiden braucht. Spitaltagewerden gar nicht, Urlaubszelten nur zu >/, gerechnet. In Baiernwar das jährliche Monturgeld eines Gemeinen bei der Garde duCorps 32 fl. 32 kr. 4 h., den Chevaurlegers 26 fl. 23 kr. 3 h., der Ar-tillerie 23 fl. 4-h., der Infanterie 19 fl. S7 kr. 2 h. A. Verhandl. v.1822. VII. Beilagcnband, Seite 66. In Baden besteht diese Ein-richtung nicht. Man berechnet 1849 für die Infanterie den Waffen-rock auf 8 fl. 17 kr., Mantel 9 fl. 56, die Hose 5 fl. 23, den Helm4 fl. 36, die Mütze 42 kr., die Fäustlinge 49 kr. Ein Reiterhelm kostet13 fl. 23 '/r kr.,Neitermantcl13fl. 33 kr., Reithose 41 fl.5 kr. Für je-des Stück ist eine erfahrungsmäßige Dauerzeit ausgemittelt. InFrankreich kostet I Sattel 107 u. 222, Schabrake 19 u. llO^ Fr.,Decke 9,- u. 19,° Fr., die Kleidung eines Infanteristen kommt jähr-lich auf 38,>b Fr., eines Dragoners 51, eines Husaren 63>/, Fr.