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In den badischen Strafanstalten ist der A. der Kosten für 1848u.49 auf l Kopf:
Im Gan-zen.
Kost undArznei.
Holz undLicht.
Angcstelltes
Personal.
Zuchthaus in Bruchsal .
176 fl.
87 fl.
33 fl.
59 fl.
Arbeitshaus in „
16l „
81,°
11,°
40
Zuchthaus „ Mannheim
150 „
83,°
9,°
38,°
„ „ Freiburg .
144 „
75
11, °
38,°
Bon der ganzen Ausgabe werden in diesen 4 Anstalten muth-maßlich 14,'— 15/-—21,° und 20,'Proc. durch den Reinertrag derArbeiten ersetzt, so daß der reine Aufwand auf den Kopf nurnoch 150— 137—1l4 und 112fl. ausmacht.
In Würtembcrg, wenn man der für 1 972 Köpfe angeschlage-nen Summe von 161 430 fl. die eigenen Einnahmen der Straf-anstalten mit 45 525 fl. beischlägt, ist die Ausgabe 104,° fl.
In den 4 großen belgischen Zuchthäusern (Gent, Bilvorde, St.Bernard, Alost) waren 1841 u. 42 die Kosten auf den Kopf ohneden Aufwand für Verwaltung und Aufsicht 131,°° Fr. — 61,° fl.Der Reinertrag der Arbeiten war 44," Fr., wodurch der reineAufwand auf 86,°° Fr. sank. Ausbesserungen der Gebäude undGeräthe sind nicht eingerechnet.
In Bern, 1838, bei 312 Sträflingen: 203,° Fr. — 142 fl.; dieZüchtlinge verdienten aber mit ihrer Arbeit dem Hause 88,° Fr.auf den Kopf, also blieben nur 115 Fr. — 70^ fl. reine Ausgabe.
In Genf kostete 1835 der Sträfling 205 fl., und zwar die Kost81 fl., die Beamten 55 fl., Kleidung 18 fl., Hcitzung ll'/^fl. rc.Es waren 60 Köpfe.
Der Ertrag der Beschäftigung ist in obigen Angaben auf den Kopfaller Sträflinge berechnet worden. Da jedoch ein Theil derselbengar nicht, ein anderer nur wenig arbeiten kann, so ist die Lei-stung eines vollständig Beschäftigten größer. Es waren z. B. imZuchthaus zu Herford 1838 247 Sträflinge, von denen 142 voll,70 nur zur Hälfte arbeiten konnten, so daß also nur 177 voll-ständige Arbeiter anzunehme» waren. Der Verdienst belief sichfür einen solchen auf 48,°° Rthlr., für den Kopf im Allgemeinenauf 35 Rthlr.
Die große Verschiedenheit im Arbeitserträge und in den Untcrhalts-kosten entspringt aus mehreren Ursachen, als 1) bessere oderschlechtere Einrichtung in Hinsicht aus Kostenersparung und Be-schäftigung, 2) höhere oder niedrigere Preise der Lebensmittel,des Brennstoffes rc., 3) örtliche Umstände, die es leichter oder-schwerer machen, Arbeitserzeugnisse abzusetzen oder Arbeiten fürPrivatunternehmer zu veranstalten, 4) ungleicher Umfang derStrafanstalt, weil manche allgemeine Kosten nicht mit der Zahlder Sträflinge in gleichem Verhältnis wachsen. Daß in einerStrafanstalt die Arbeit den Unterhalt der Sträflinge ganz ver-güte, wie im Bagno zu Toulon und in dem Militärzuchthause zuSt. Gcrmain (s. k'ix, Ilevue ineiisnelle ll'eco». polit. Mai 1834,— IloronKer a. a. O.), ist nur unter besonders günstigen Um-ständen möglich. — Die Arbeiten außer Haus, sowohl bei Privat-personen als im Freien unter Jedermanns Augen, sind in Bezug