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1 (1850)
Entstehung
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§. 30.

Das Irrige dieser Vorstellungen liegt hauptsächlich darin,daß die Wichtigkeit des Geldumlaufes zu hoch angeschlagen(I, Z. 255. 256.), und dagegen die wirkliche Verzehrung sach-licher Güter nicht genug beachtet wird. Wenn auch die in dieStaatskasse gelangten Geldsummen wieder durch Ausgaben indie Hände Einzelnerigelangen, so geschieht dieß nicht ohne einebedungene Gegenleistung, jeder Bürger aber muß die Güter-menge entbehren, deren Geldbetrag er dem Staate entrichtet,und der von der Regierung veranstaltete Verbrauch von Güterntritt an die Stelle einer für Privatzwecke vorgenommenen Ver-zehrung. Es ist auf keine Weise zu besorgen, daß bei geringerenStaatsausgaben überhaupt bedeutend weniger consumirt wer-den würde («), denn die Bürger würden den Theil ihrer Ein-künfte, den ihnen die Regierung übrig läßt, immer zu ihremNutzen anwenden, und sogar die als Capitale angelegten Güterdienen unmittelbar oder mittelbar zum Ankauf von Maaren,I, §. 338. 339.

(«) Der Unterschied könnte höchstens so viel betragen, als die Ein-zelnen der Staatslastcn willen mehr arbeiten und erwerben, um- dieselben mit geringerer Beschränkung ihres Gütergenusses tragenzu können, §. 268 .

8- 31.

Die Staatsausgaben als solche, abgesehen von der Art ihrerAnwendung für nützliche Anstalten und Einrichtungen, könnendemnach offenbar weder die Production noch den Absatz der Er-zeuger im Ganzen vergrößern, sondern nur bewirken, daß derVerbrauch sich auf andere Gegenstände richtet und an anderenLrten erfolgt, als es außerdem der Fall sein würde. Kommtnun der Staatsaufwand in dieser Hinsicht der Privatverzehrunggleich, so muß er, wenn er ohne wahres Bedürfnis; vorgenom-men wird, als höchst verwerflich erscheinen, weil dann ein Thcilder Bürger durch die Last der Staatsabgaben zu schweren Ent-behrungen genöthiget, ein anderer Theil derselben wenigstensvon der nützlichen Anlegung seines reinen Einkommens abge-halten wird, ohne daß diese Nachtheile in obiger Voraussetzung