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Handclslchre, nicht allein weil die Negierung ihrer Einkünftewillen bisweilen einzelne Gcwerbsgeschäftc selbst unternimmt,oder doch an den Früchten solcher Unternehmungen Thcilnimmt, sondern auch, weil ohne Kcnntniß des Gcwcrbsbetriebcsdas auS demselben herflicßcnde Einkommen nicht genau besteuertwerden kann (») ; 2) Gcschich tc und Statistik, I, §. 23.2 1.Die Geschichte des Finanzwesens ist in die der Staaten ver-flochten und muß in ihrem Zusammenhänge mit den allgemeinenVeränderungen im Staatenleben betrachtet werden. Wald wareS die in einem gewissen Zcitpunct herrschend gewesene Vor-stellung von dem Umfang der gesellschaftlichen Bedürfnisse, balddie Macht der Negierenden, durch die Verfassung oder trotz der-selben ausgedehnt, bald ein fremder Einfluß aus die Negierung,was den Umfang und die Beschaffenheit des Staatsaufwandcsregelte, auch wurde die Wahl der Einnahmsguellen häufig vonRücksichten geleitet, welche in allgemeinen StaatSverhältnisscnberuhten. Kennt man jedoch diese Beziehungen, so gewäbrtauch die abgesonderte Bearbeitung der Finanzgcschichte wegender größeren dabei möglichen Ausführlichkeit vielen Nutzen.Unter den Gegenständen der Statistik ist nicht bloß die Beschrei-bung des Finanzwesens, sondern auch die Darstellung der volkS-wirthschaftlichcn Verhältnisse jedes Staates, wegen der Abhän-gigkeit des erstcren von dem Zustande der Volkswirthschaft,höcbst lehrreicb, ja zur Erläuterung und Ausbildung der Theoriekaum entbehrlich (-). 3) Staatsrech enkunst, politischeArithmetik, ein Thcil der angewandten Mathematik, welchersich mit der Lösung magchfaltiger, in der Staatsverwaltung ver-kommender Rechnungsaufgaben beschäftiget. Der Kreis derGegenstände, bei welchen sich Anlaß zu Berechnungen ergiebt,ist keineswegs geschlossen, sondern erweitert sich fortwährend.Für die Finanzgeschäfte sind besonders die Zinsberechnungen vonerheblichem Nutzen (a).
(a) Die für den Finanzbeamten nützlichen Lehren der reinen und an-gewandten Chemie (chemischen Technologie) enthält: PH. v. Hol-zer, Die Staatswirthschastschcmie, Wien, t8-I3.
(t>) „Man sagt oft: Zahlen regieren die Welt. Das aber ist gewiß,Zahlen zeigen, wie sie regiert wird." Goethe bei Eckermann,