Periode der Originalgcnics.
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und seine Gesetzgebung in Aufhebung aller Gesetzlichkeit begründete.Mit diesem Zuge verwandt ist eine Erscheinung, die damals vorüberzog,und die in dem deutschen Volke außerordentlich fremd steht; wir meinendie Lieberalitäten gegen Fürsten und gegen den politischen Druck der Re-gierungen. Wie selten haben wir in Deutschland den Ton anstimmenhören, der aus deu Liedern der Klopstock, Voß und Bürger klang! Einso frommer Mann wie Cronegk fragte sich, ob er unter allerlei Tugendenauch die der Verachtung der Könige habe! Und der sanfte Claudiussang: „Der König sei der bessre Mann, sonst sei der Bess're König!"Der späterhin der loyalste Mann in Deutschland war, Göthe schrieb injenen Jahren an Lavater: „Beschreibe mir ohne Bescheidenheit(Gerechtigkeit ist gegen diese, was Gesundheit gegen Kränklichkeit)DeineThat gegen Grebel, damit ich Dich mit Deiner That messe. Du braverGeistlicher! Eine solche That gilt 100 Bücher, und wenn mir die Zei-ten wieder auflebten, so wollte ich mich mit der Welt wieder aussöhnen!"Später schüttelte Göthe ganz ministeriell das Haupt über diese nämlicheThat, weil in einem geordneten Staate auch das Recht nicht auf un-rechte Weise geschehen solle, und gewiß hätte er diesen Brief in den 00erJahren mit noch größerem Mißbehagen angesehen, als Stolberg seinendithyrambischen Freiheitögesang aus dem 20. Jahrhundert, in dem erden Freiheitstod zweier Stolberge besangt). „Damals, so schildertJean Paul dieses kcaftgenialische Zeitalter, war ächter Stolz häufig undgemein und ich erinnere mich, daß ich mir aus dem schrist- und amts-sässigen Adel nichts machte, wenn er mir vorbeiritt. Die meisten setztenaus Virtnosenlaune nicht eher einen Vers auf, als bis sie nichts mehranzuziehen hatten. Verse und Poesien waren hart, aber die Herzen weich,ohwohl grob — ja die Meisten liebten alle Menschen und Thiere, undnahmen nur die Recensenten aus; Genies mit Thränen in den Augentheilten auf der Straße Prügel aus und Scheltworte ans dem Papier.Kein Geist von einigem Gehalte setzte einen Fuß in eine Universitäts-bibliothek. — Das Publikum las und labte sich an dem ästhetischenSchnepfendrecke dieser estnischen Dichter, da es für ächten Bombast viel-leicht mehr wahren Geschmack besitzt als ganz Paris; denn wenn der
>84) Darin lautet eine Stelle: „Wir sahen dich einst, rauschender Strom, mit-ten im Lauf gehemmt. Bebend und bleich, wehend das Haar, stürzte der TyrannenFlucht sich in deine wilden Wellen, in die Felsen wälzenden Wellen stürzten sich dieFreien nach; sanfter wallten deine Wellen. Der Tyrannen Rosse Blut, der TyrannenKnechte Blut, der Tyrannen Blut, der Tyrannen Blut, der Tyrannen Blut färbte deineblauen Wellen !! "
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