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Schluß.
Vor Gott dem Allerheiligsten, vor Dem einzigdie tugendhafte Gesinnung einen Werth hat, hat alsodas Gebet einen entschiedenen moralischen Werth;es gehört mit zu den wirkenden Ursachen dessen, wasnach Gottes ewigen Rathschlüsscn erfolgt. GottesWcltplan ist in Ansehung der Menschen ganz dar-auf angelegt, möglich viele Menschen im möglich-höchsten Grade zur sittlichen Güte, und zu einer der-selben angemessenen Seligkeit zu erziehen, und alsMittel dazu schrieb Er uns das Bittgebet vor. Hie-durch veredeln wir uns selbst, und erweitern so un-serm Gott, Der alle Menschen mit gleicher Liebeliebt, die Grenze, innerhalb welcher Er uns, ohneSeiner Liebe gegen Andere etwas zu vergeben, Gna-den ertheilcn kann, und machen es so gerade durchdas Gebet Ihm möglich, uns Gaben zu spenden,die Er ohne dasselbe nicht hatte verleihen können.Und da uns das Bittgebet als Bedingung vorge-stellt wird, unter welcher uns die actuellen Gnadenzuflicßen sollen, und wir in jedem Augenblicke dergöttlichen Hülfe bedürfen: so ergibt sich hieraus, daßwir keinen Tag ohne das Bittgebet sollen untcrge-hen lassen. Wenn wir aber zu der veredelnden Na-tur des Bittgebetes das tägliche Flehen des christli-chen Beters hinzunehmen: so leuchtet der gewaltigeEinfluß solcher Gebete auf Gottes ewige Rathschlüsseum so klärer ein. Denn einem solchen muß ChristiJoch mit jedem Tage süßer, Christi Bürde mit jedem