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Ansprüche auf unsere dankbare Liebe gründen unddie Gnadengränze erweitern.
8 . 11.
IV. Frage.
Welche Bewandtniß hat es mit der Erhörungdes christlichen Bittgebetes?
Da hier nicht Rede ist von jedem beliebigenBittgebete, sondern nur von einem solchen, welchesden Forderungen, die das Christenthum daran macht,entspricht: so kann unsere Frage nach der Erhörungdesselben auch nur auf die Erhörung im SinneChristi, d. h. auf diejenige Erhörung gerichtet sein,welche das Christenthum verheißt. Daß die h. SchriftErhörung des Gebetes verheiße, und diesen Nutzendesselben ganz vorzüglich cinschärfe, erhellet aus sovielen Stellen und aus einer solchen Menge biblischerBeispiele, daß man den Glauben an die h. Schriftverlaugnen und ihr offen widersprechen müßte, wennman die Erhörung des Bittgebetes schlechterdingsläugnen wollte. Manche Stellen in der heil. Schrift,worin Gebetserhörung zugcsagt wird, beziehen sichfreilich so klar und deutlich blos auf die ApostelJesu und auf die ersten Zeiten des Christenthums,wo wunderbare Erfolge zur Bestätigung und Aus-breitung der Religion nöthig waren, daß sie als eineBelehrung von dem, was nach jenen Zeiten undvon allen Christen erwartet werden darf, nicht an-gesehen werden können. Von der Art sind z. 8^:
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