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zu beschranken, indem sie den Letzteren die vollkom-menste Freiheit läßt, in unmittelbaren Gebeten nachHerzensbedürfniß sich zu ergehen.
§. 2.
Inhalt des Gebetes.
Im Allgemeinen wird der Inhalt des christlichenGebetes dadurch bestimmt, ob ich mir Gott an sich,oder in Seinem Verhältnisse zu mir und zu allen,im Stande der Vorbereitung zur Heiligkeit und be-seligenden Anschauung Gottes begriffenen Mitge-schvpfen vorstellc, und über das Eine oder Andere zuIhm reden, meine Gedanken, Gesinnungen, Wünscheund Entschließungen Ihm eröffnen will. Hat meinUmgang mit Gott (das Gebet) Ihn Selbst, ohnealle Relation zu Seiner Schöpfung, zum Gegen-stände: so hemmt die höchste Ehrfurcht meinen Ge-dankenflug; mein Herz wird zu klein für das, wasich empfinden möchte; meine Sprache verläßt mich:denn es ist das einzige Wesen von und durch SichSelbst, wozu ich rede, und darum unermeßlich inSeinem Seyn, weil ewig und allgegenwärtig, unbe-greiflich zugleich in Seiner Natur, weil diese absolut— vollkommene Geistigkeit ist; wie ein Wurm liegeich im Staube, und preise Gott, und bringe Ihm sodas Preisgebet.
Ist es Gottes Verhältniß zu mir und zu denMitpilgern auf dem Wege zum ewigen Heile, wor-über ich zu Gott reden, unmittelbar vor Ihm mich