Antwort. Gott ist der ganzen Reihe successivcrDinge auf einmal und ohne Succession gegenwärtig.Er sieht die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftmit Einem Blicke, und erkennt das Kommende nichtaus seinen Ursachen, sondern aus unmittelbarem An-schauen. Sein Vorhcrwisscn macht demnach das Künf-tige nicht mehr nothwcndig,, als unser Anschaucn dasGegenwärtige. Dieser unser Gott nun, bei Dem nieein Gestern und Morgen, sondern ewig ein Jetzt undHeute ist, hat im Anfänge das Flehen der Bedräng-ten gehört und Hülfe bereitet. Heute erfahre ich dieHülfe, um die ich heute gefleht; aber mir war ge-holfen, che Jehova die Welt erschuf; mein Gebetklagte vor Ihm, als alles Gewordene blos noch Ideedes göttlichen Geistes war. In der Fülle der Zeitfloß Jesu Blut auf die Schädclstättc; aber die Er-lösung war, ehe die Zeit wurde. Alle unsere Hand-lungen, gute und böse, und so auch alle unsere Ge-bete, die wir schon entrichtet haben und noch ent-richten werden, sah also Gott von Ewigkeit; sie wa-ren Ihm ewig gegenwärtig; von Ewigkeit nahm Ersie in Seinen allumfassenden Weltregicrungsplan auf,und flocht diesem Plane einen ihnen correspondiren-dcn Erfolg ein; Er verband denn auch von Ewig-keit mit dem der Erhörung würdigen Gebete wirk-liche Erhörung. Und so haben unsere Gebete, unge«achtet ihrer Erhörbarkeit, auf Gottes Veranstaltun-gen nicht mehr und nicht minder Einfluß, als un-sere übrigen guten und bösen Handlungen.
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