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geistert den Liebhaber des Gebetes der Gedanke anGott, worin er lebt, und die sich daran reihendeMasse verwandter Gedanken da, wo das Fleisch zutoben beginnt und die Herrschaft an sich zu reißendrohet, zum Ausdauern im Kampfe, und reicht ihmden Kranz des glänzendsten Sieges.
Wir sind also einmal um Gottes willen,und dann auch um unser selbst willen ver-pflichtet, zu beten, und zwar lobend, ^dankend undbittend zu beten — unsere Vernunft verpflichtet unshiezu nach der ihr vorleuchtenden Theorie von Got-tes Vollkommenheit an Sich, und von unserm Ver-hältnisse zu Ihm. Das in diesem Absätze Gesagtewird bestätigt durch in der Bibel und in der Kir-chengeschichte vielfältig vorliegende Belege, wieder nächste tz. zeigen wird.
tz. 4.
Die biblische Geschichte stellt uns in allen Tu-gendhelden, welche sie handelnd austreten läßt, Ver-ehrer des Gebetes dar. Hcnoch, Noah, Abraham,Isaak, Jakob, der ägyptische Joseph, Moses, Davidund alle Propheten in Israel und Juda liebten undübten das Gebet, und fanden darin diejenige Kraftund Stärkung, die ihnen zur Erfüllung ihrer Pflich-ten nothwendig waren; gestärkt durch's Gebet hatSusann« gesiegt; betend hat Daniel mit seinen Ge-fährten Siege errungen, die wir Christen bewundernmüssen. Und kommen wir aus dem alten Bunde in