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ander und der Menschen für die Seelen im Fege-feuer eine wahre, und aller Annahme würdige Lehreist, so ist es auch die Lehre von dem Nutzen derFürbitte verklärter Geister für uns Menschen. WennGott das Gebet sündiger Menschen erhört, wie sollteEr denn das Gebet heiliger Geister unerhört lassen!Ist Ihm doch das Gebet um so angenehmer, je hei-liger und reiner der Betende ist. Wollte Gott umAbraham des Gerechten willen des verruchten So-doms schonen: um wie viel mehr wird Er dennnicht unser schonen wollen, wenn noch Gerechtere,als Abraham war, für uns beten! Die Fürbittenguter, von uns geliebter Menschen vermögen ja mehrüber uns, als wenn schlechte, uns verhasste Menschenbei uns Fürbitte für Andere cinlegcn. Sollte dennGott nicht achten auf die Fürbitte Seiner Freundeund Lieblinge, welche Seinen Thron umgeben? Daßdieses nicht bloße Vcrmuthung, sondern gewisse Wahr-heit sei, lehrt folgende Stelle beim Propheten Jere-mias 15, 1: „Wenn auch Mopses und Samuel
vor Mir ständen, so würde doch Mein Herz diesemVolke nicht geneigt." Dies ist eine Antwort Gottes,die Er dem Jeremias aus dessen Gebet für das jü-dische Volk gibt, und wir sehen daraus, daß Gottdurch Mopses und Samuel, diese Seine Gerechten,Sich zu etwas erbitten läßt, wozu Ihn Andere nichterbitten können, und überhaupt, daß bei Ihm dasGebet Heiliger, Tugendhafter wirksamer sei, als dasGebet minder Heiliger, minder Tugendhafter.