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Man könnte hiegegen noch einwenden, wozu eSdenn nothwendig sei, daß die Heiligen unsere BittenGott vortragen, da ja Gott Selbst unsere Bedürfnissekenne. Wenn dieser Einwurf Grund hatte, dannkönnte man auch eben so füglich fragen, wozu dieFürbitte anderer Menschen für uns nutze, die unsdoch durch die göttliche Offenbarung so dringend em-pfohlen wird. Nicht um Gott von unseren Angele-genheiten und Bedürfnissen in Kenntniß zu setzen,(Er weiß sie alle), noch auch, um Ihn zur Erhörungunserer guten Wünsche geneigt zu machen (Gott willnur unser Bestes), bedarf Gott unsers Gebetes undder Fürbitte anderer Menschen oder der Heiligen.Konnte aber Gott uns wol einen herrlichem Beweisgeben, wie sehr Er Tugend und Heiligkeit ehre, alsda Er sie in den Heiligen so sehr ehrt, daß Er ihreFürbitte gnädig erhört! Konnte Er uns wol einendringendem Antrieb geben, unser Gewissen zu reini-gen und rein zu bewahren, damit auch wir immermit kindlicher Zuversicht vor Ihm erscheinen dürfen!Und welch ein Antrieb zur Demuth, da Gott, obschonwir durch Jesum Christum freien Zutritt zu Ihmhaben, uns doch zugleich zu denjenigen hinwciset,welche als in Jesu Christo vollendete Sieger SeinerGnade würdiger sind als wir, um uns im Gebetemit ihrer Fürbitte zu vereinigen, und durch ihre wür-digere Fürbitte desto eher Erhörung erwarten zu dür-fen! Und endlich welch ein Antrieb zur Liebe, dadie Fürbitte, diese Uebung wahrer Liebe, das unsicht-