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Dogmatische Abhandlung über das Gebet
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Glauben der christlichen Kirche daran nun noch hin-zunehmen: so ist es unwiderleglich gewiß, daß dieLehre von der Gcbetserhörung eine im Christcnthumtiefg egründetc Glaubenslehre sei.

Wie und um Was wir bitten sollen, damit Gottunser Gebet wohlgefällig arische, und es uns ver-gelte, ist unter der Frage nach der Beschaffenheit deschristlichen Bittgebetes bereits gezeigt worden. Magalso immerhin die Erfahrung strenge genommen nichtsfür Gebetserhörungen in der Art beweisen, daß aufden an Gott gerichteten Vortrag unsers Verlangenseiner Erweisung von Ihm und wegen dieses Vor-trages das Verlangte erfolgt wäre: so liegt derGrund darin, daß der Nexus zwischen solcher Ursacheund solcher Wirkung unserer Wahrnehmung sich ent-zieht; weßwcgen auch der Ungläubige selbst bei denauffallendsten Ereignissen dieser Art, wenn das Fac-tum erwiesen ist, sich hinter den Zufall, d.h. hintereine unbekannte Ursache flüchtet. Ein Unglaube die-ser Art ist aber eben so ungereimt, als es ungereimtist, die von Acrzten angewendcten Heilarten als dieUrsachen der erfolgten Genesungen zu läugnen, weildas Bindeglied, was diese Ursachen mit diesen Wir-kungen zusammenknüpft, nicht sinnlich wahrgenom-mcn wird. Schauen wir Kurzsichtige ja in keinemFalle das Hervorgehcn und das Wie des Hcrvor-gehcns einer Wirkung aus ihrer Ursache an.

So wie nun die Lehre von der Nützlichkeit desGebetes eines Jeden für sich, der Menschen für ein-