mein ist." Wer da weiß, daß Jemand Aergernißgenommen hat, der weiß auch was in dessen Her-zen vorgeht: denn das Herz nimmt Aergerniß. Wennalso die Heiligen oder Engel (die Heiligen sind jawie die Engel) wissen, was in den Herzen derMenschen vorgeht: so wissen sie auch um die Bittenund Wünsche derjenigen, welche sie anrufen.
So ist denn gewiß, daß die Heiligen von unse-rer Anrufung Kunde haben.
Wie mit der triumphirenden, so steht auch nochdie streitende Kirche in freundlicher Verbindung mitder leidenden, d. h. mit den Hingeschiedenen Men-schenseelcn, welche ihre noch nicht vollendete Heili-gung bis zur Vollendung erreicht haben müssen, be-vor sie in den Himmel, in welchen nichts Unreineseingeht, ausgenommen werden können. (Ich redenicht von den Engeln, weil ich meine, daß der Prü-fungsstand der Engel dann aufgehört habe, als Mi-chael mit seinem Anhänge den Lucifer mit dessenAnhänge besiegt hatte.) Die christliche Kirche, dievom Anbeginn bis zum Ende irrthumslosen Glau-ben hat, glaubt an einen solchen Zustand mehrer,zwar in Gottseligkeit entschlafener, aber entwederwegen nicht erlassener läßlicher Sünden, oder we-gen Mangels an Genugthuung für begangeneschwerere Sünden, oder wegen nicht gänzlich ge-tilgter Spuren der Sünden für den Himmel nochzu unvollkommner Hingeschiedener Menschenseelen,