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gewiß, daß wir uns, wie in Gott, so auch in denHeiligen, als welche rein-geistig sind, eine ganz an-dere Erkenntniß denken müssen, als die ist, welchewir haben; die ihrige müssen wir uns theoretischvollkommner vorstellen. Wir erkennen mittelbar durchSinne, wie uns die Dinge erscheinen; pureGeister aber erkennen unmittelbar ohne Sinnlich-keit, wie die Dinge an und für sich sein mögen,wenn sie nicht durch das Medium der Sinne, son-dern so angeschaut werden, wie sie sind. Unser Ver-stand ist discursiv, d. h. wir schließen mittelstder Begriffe vom Allgemeinen auf's Besondere, oderleiten aus dem Besonder» das Allgemeine her; derVerstand der reinen Geister dagegen ist intuitiv,d. h. sie müssen alles, was sie erkennen, unmittelbardurch den Verstand anschauen. Zwar können wiruns von einem solchen intuitiven Verstände keinenBegriff machen, weil wir nicht anders als durch dieSinne anschauen können; daß aber dieser Verstandin Geistern gedacht werden müsse, folgt aus ihremunmittelbaren Erkennen der Dinge, von denen unsMenschen das Medium der Sinne nur die Erschei-nungen gewahrt. Bei uns ist die Erkenntniß äuße-rer Gegenstände sehr von der der inner», der Vor-stellungen in unserer Seele, unterschieden. AndererMenschen Inneres erkennen, und in das Innere dermateriellen Wesen cindringen können wir nicht; dieSinnlichkeit in unserer Erkenntniß ist der Grund da-von. Heben wir nun die Sinnlichkeit auf, so fallen