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Namen stehen im Himmel geschrieben; ihnenist vonder höchsten Intelligenz, die einzig das Verdienstnach der Wahrheit würdigen kann, der unverwelk-liche Kranz der Unsterblichkeit und ewigen Herrlich-keit beschiedcn; sie regieren in Ewigkeit mit Christus,vor Dem sich alle Kniee beugen; sie sind endlich dieLieblinge des Königs aller Könige. Wer demnachdie Heiligen nicht ehrt, ist kein Freund der Tugendund Heiligkeit und gehört in's Reich der Finsterniß.Doch — gegen die Verehrung der Heiligen an sichhat kein Vernünftiger etwas einzuwcndcn; aber, dieWeise, wie die Kirche Christi die Heiligen verehrt,nämlich: durch äußerliche Achtung gegensie, durch Betrachtung und Nachahmungihrer Tugenden und durch Anrufung, willdie gesunde Vernunft einiger Glieder des Leibes,wovon Christus das Haupt ist, beleidigen. Wirmüssen daher, um Antwort zu geben vor Jedermann,der uns nach dem Grunde unserer Hoffnung fragt,untersuchen, ob eine solche Vernunft gesund oder-krank, ich will hiemit sagen, wirklich gebraucht seioder nicht. Was die äußere Achtung gegen die Hei-ligen betrifft, so halte ich es respectwidrig gegenDenkende, wofür ich schreibe, darüber viel Worte zumachen: denn äußere Achtung bezeigt man ja nurGestalten, die an etwas Ideales erinnern, ob inHolz oder in Stein, oder im Bilde überhaupt, giltgleich. Was ferner die Betrachtung und Nachahmungder Tugenden unserer Heiligen anlangt, so kann es