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Könige und für Alle obrigkeitlichen Standes . . .:denn solches ist gut und wohlgefällig vor Gott un-serm Heiland, Welcher will, daß alle Menschen ge-rettet werden, und zur Erkenntniß der Wahrheitgelangen: „Denn Ein Gott ist, und Ein Mittlerzwischen Gott und den Menschen, der Mensch Chri-stus Jesus, Welcher Sich Selbst zur Lösung fürAlle gegeben hat." Die Könige und Obrigkeiten,für die zu beten hier der Apostel vorschreibt, warendamals Heiden, und größtentheils Schmäher undDränger der Christen. Endlich ist ja auch die christ-liche Religion zufolge der Institution ihres Stifterseine Weltrcligion, sollen nach Christi Willen alleMenschen Christen werden. Wer nun nach seinenBedürfnissen und unter seinen Umständen so redlich,als es ihm möglich ist, die wahre Kirche sucht, nichtaber das Glück hat, sie zu finden, der ist formal,d. h. der Gesinnung nach, Mitglied der Kirche Christi,und so von der christlichen Liebe und Fürbitte nichtausgeschlossen; wer dagegen, nachdem er Christi Kirchegefunden, zu ihr sich nicht bekennet, den schließt nichtdie Kirche von ihrer Liebe und Fürbitte aus, sonderner selbst will von der Gemeinschaft daran ausgeschlos-sen sein, indem er es verschmähet, ihr Mitglied zusein, und so freiwillig sich lossagt von dem mysti-schen Leibe, dessen Haupt Christus ist. Jedoch hörtdie Kirche nicht auf, auch ihn, sei er Jude oderHeide, mit Liebe zu umfassen, sie, welche als dieMutter aller Menschen sich ansieht, und Keinen von