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Dogmatische Abhandlung über das Gebet
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Apostels Glcichniß alle Christen als Glieder des Ei-nen sittlichen Leibes, wovon Christus das Haupt ist,einander dienen und dadurch zum Wohle des ganzenLeibes ihren Beitrag liefern. Der Apostel Iessi Christihebt hier wieder den Geist des Christcnthums her-vor als Geist der Liebe, die alle Christen mit ein-ander und mit Christus, dem Erstgebornen unter denBrüdern, zu Einem Brüderbunde vereinigen, und soinnig umschlingen soll, daß wie Christus, so auchjeder, der Christi ist, alles das, was einem der Brü-der geschieht, so fühlt und würdigt, als sei es ihmselbst geschehen. Eine solche Liebe aber kann nichtanders als in Fürbitte der Christen zu Gott fürihre Mitchristcn sich auflösen, wenn diese einer Hülfebedürftig sind, welche einzig Gott verleihen kann:denn cs liegt in der Natur der Liebe, daß der Lie-bende für den Geliebten sich thatig zeige.

Aber sind denn die Menschen, welche nicht Chri-sten sind, von der Liebe und dem Gebete der Christenausgeschlossen? Keinesweges: denn nach der christli-chen Glaubenslehre ist des Erlösers Blut für dieSünden der ganzen Welt geflossen; insbesondere sollenwir nach Luc. 10, 37 jedem Menschen, dem Chri-sten und Nichtchristen, thun, und für jeden Fall, zujeder Zeit zu thun bereitwillig sein, was der barm-herzige Samarit dem von Räubern schwer Verwun-deten that. Ermahnt ja auch Paulus 1 Thimoth.2, 1 7 die Christen:Entrichtet Bitten, Gebete,Fürbitten, Danksagungen für alle Menschen, für

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