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ihrem Gebete ausschlicßt, wie dies namentlich dieöffentlichen salbungsvollen Kirchengebete am Char-freitage beweisen.
Haben wir denn nun mit allen Menschen, diehienicdcn pilgern, alle unsere Nächsten befasst, denenwir unsere Liebe und Fürbitte zuwenden sollen?
Wenn die christliche Glaubenslehre unsere Nach-stenschaft nicht weiter ausdchnte — allerdings;dieß ist indcß wirklich der Fall. Denn auf denGrund der christlichen Glaubenslehre sollen wir, wiewir ausführlich gezeigt haben, unsere Nächsten lieben,wie uns selbst, und auf eben diesem Grunde beru-het die vom Apostel Paulus ausgestellte, und imgegenwärtigen §. vorgelegte Aehnlichkeit des Verhält-nisses aller Christen zu einander und zu Christus mitdem Verhältnisse aller Glieder Eines Leibes zu ein-ander und zum ganzen Leibe, und die daraus her-vorgehende Brüderschaft unter Allen, die, ^entwederblos formal oder auch material, zur christlichenKirche gehören. Sollte denn nun wol das Bandder Liebe, was der Tausbund oder dessen Ersatz,die Blut- oder Begierdetaufe, unter den Menschenknüpfte, durch den Lcibestod aufgelöst werden? Dannmüßten ja diejenigen, welche von dieser Erde abge-schieden sind, nicht mehr Gegenstände unserer Liebeund Mitglieder des Einen Leibes sein, wovon Chri-stus das Haupt ist. Nein, das Christenthum hatauch die erhabene, jedes Menschenfreundes Brusthebende, den Menschenfeind aber, sei ihm ein Thron
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