Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
401
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muß bey guten Thurmuhren mittelst einer Nuß aufgehängtwerden, der Haken von gutem Stahl verfertigt und gehär-tet seyn, eben so auch die Pendelstange von Stahl, dieselten unter, meistens aber über 4 Fuß lang ist. Istaber das Gehäuse von Eisen; so müssen doch die Zapfen-löcher mit Messing ausgefüttert seyn. Die Dicke derZapfen selbst richtet sich nach der bewegenden Kraft,und sie werden, ohne jedoch ihrer Stärke zu schaden,so dünn als möglich gemacht. Eben so auch die Rä-der. Es wird aber nur selten hierauf Rücksicht ge-nommen, weil die Thurmuhren nur selten von geschick-ten Künstlern verfertigt werden.

Sehr viele Vorzüge haben diejenigen Thurmuhren,in welchen die Räder horizontal und daher die Wellensenkrecht in dem Gehäuse liegen. Der berühmte LePaute und Herr Prasse, Rathsuhrmacher in Zit»tau, haben auf die glücklichste Art Gebrauch hiervongemacht, indem sie dergleichen Uhren verfertigten, welcheeines Jedem Wunsche entsprachen. Von des Le

Paute Hand verfertigt befinden sich solche zu LaMeute, zu Luxenburg, Bellevüe u. f. w. (s.

dessen 'I'rnitö lur I'h01 loderte i^6) und von

des Herrn Prasse zu Zittau. Die Vorzüge dieserBauart werden sogleich einem Jeden in die Augen fal-len. Es liegt nicht die ganze Schwere der Räder aufder einen Seite der Zapfenlöcher, wodurch sie so baldlänglich werden und der Eingrif sich verändern muß.Diese Uhren sind auch so eingerichtet, daß bey einerReparatur jeder Theil für sich auseinandergenommenund verbessert werden kann, da hingegen bey der ge-wöhnlichen senkrechten Bauart es nicht wenig Mühemacht, alle Theile, besonders die des Schlag-

werks, so zusammenzusetzen, daß alles wieder in diegehörige Ordnung kömmt. Die Zapfen von den gedach-ten horizontalen Thurmuhren stehen alle vertikal, undruhen auf cirkelrunden Lagern, die mit Gegenpfan-ue» geschlossen werden, und es ist auch noch einWinkel hineingefeilt, in welchen sich der Staub undu r»-». C c