Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
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400
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ferblättern angebracht sind. Minutenzeiger findet manselten bey Thurmuhren. Eigentlich macht das Schlag-werk den Hauptzweck der Maschine aus, (s. Schlag-werk).

Die Verbindung der Zeiger geht, wenn das Ziefer-blatt höher als die Uhr liegt, folgendermaßen von Statten:An der "Welle des Walzrades wird ein Getriebe befestigt,welches ein Kammrad herumtreibt. Dieses letztem RadesWelle reicht bis an di< Stelle, wo die Zieferblätter liegen.Oben auf dieser Welle ist ein Rad befestigt, dessen Zahnein vier andere Räder greifen, deren Wellen nach den Mit-telpunkten der vier Zieferblätter hingekehrt sind, und da-selbst die Zeiger in Bewegung setzen. Jedes dieser vierRäder muß in 12 Stunden einmal herumkommen. Beyeiner andern Art Thurmuhren werden die Zeiger durch diesogenannten Wendestangen oder Wendehälse her-umgetrieben.

Die Thurmuhren gehen gewöhnlich nur 24 Stundenin einem Aufzuge, und es muß daher zu oft daran gedrehtwerden, worunter auch der richtige Gang der Maschineleidet. Man könnte nun wohl das Gchwerk so einrichten,daß die Uhr mehrere Tage geht; allein beym Schlagwerke,welches gleichfalls seine Würkung äußern müßte ohne indieser Zeit aufgezogen zu werden, verursacht dies wegender Schwere des Hammers Schwierigkeiten; denn umdiesen zu heben, müßte bey den Uhren die mehrere Tagegehen, das Gewicht sehr vermehrt werden, welches wiedergroße Nachtheile zuwege bringen würde.

Sehr gut wäre es, wenn man die Platten und Räderder Thurmuhren von Messing machte, und zu den Getrie-ben Stahl nähme; man könnte alsdann auch die bewe-gende Kraft leichter machen und der ganzen Maschine mehrVollkommenheit verschaffen. Die Kosten die denn freylichwohl bey der Verfertigung vermehrt werden müßten, wür-den gewiß dadurch wieder ersetzt werden, daß man nachhernicht so oft eine Reparatur nöthig hätte. Das Pendel