Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
399
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möglichste Vollkommenheit zu verschaffen, weil nicht ein-zelne Menschen, sondern die gesammten Einwohner einesOrts, ihre Beschäftigungen darnach einrichten. Gewöhn-lich sind alle ihre Theile von einer Arc Schlosser aus Eisenverfertigt, und daraus sieht man schon, was man voneiner solchen Maschine zu erwarten hat. Eiserne Rädersehen eiserne Getriebe in Bewegung; ein Mittel die Fric-tion recht stark zu machen (s. Friccion), da man diesebey Uhren sonst so viel wie möglich zu vermindern sucht.Es gehören alsdann zu einer solchen ganz eisernen Uhr sehrschwere Gewichte, uM die Friction zu überwinden und dieRäder nur in Bewegung zu setzen, wodurch der Ruin derganzen Maschine befördert wird. Eine Menge Oel, wo-mit selbst die Zahne und Triebstecken, um das Reiben nureinigermaßen geringe zu machen, beschmiert werden,trägt nicht minder zum unordeurlichen Gange der Uhr bey.Es wirdchämlich bald dick und erzeugt denn mancherley Ver-änderungen: im Scmmer wird es theeartig, im Winterstiert es nicht selten, dazu kömmt noch die Verlängerung»nd Verkürzung aller Theile in diesen Iahrszeiten, diewegen ihrer Größe so merklich wird. In den neuern Zei-ten haben nun aber verschiedene Künstler versucht denThurmuhren etwas mehr Vollkommenheit zu geben, undhaben sie auf eine vorthcilhaftere Art zusammengesetzt.Davon wird unccn ein MehrereS erwähnt werden.

Die Thurmuhren sind eigentlich blos in Ansehung derGröße aller ihrer Theile von den Wanduhren unterschie-den. Die Anzahl ihrer Räder und Getriebe und derenZähne wird auf die nämliche Art bestimmt; sie werdengleichfalls mittelst Gewichte, an einem über eine Walzegewundenen Seile in Bewegung gesetzt; sie haben auchZur Hemmung ein Steigrad und einen Haken, und einPendel zum Regulator. Nur die Einrichtung des Vor-legewerks ist von dem einer Wanduhr verschieden, weil esost ; bis 4 Stundenzeiger im Gange erhalten muß, diea» drey oder vier Seiten des Thurms, gewöhnlich ineiner merklichen Erhöhung von der Uhr auf z oder 4 Zie-