Belieben Zierrathen daran; nachher schleift, polirt und ver-goldet man sie. Man sieht 4 - V. einen Stun-den-und Minutenzeiger abgebildet. Bey der Verferti-gung der Löcher an den Zeigern ist besondere Vorsichtnöthig, s. Zeiger.
Dies wäre also die Beschreibung einer Wanduhr, dieJedem bey der Verfertigung als Muster dienen kann. Daßsie nun aber noch auf verschiedene andere Arten zusammen-gesetzt werden können, wird gewiß ein Jeder einsehen.Bald soll die Pendeluhr ein Jahr gehen, und darnachmüssen denn die Räder und deren Zähne eingerichtet wer-den; (s. Berechnung) es geht alsdann begreiflich aucheine Veränderung bey der Bestimmung der Starke ihrerTheile vor. Dann soll sie nur 8 Tage in einem Aufzugegehen, und man hat wieder eine andere Anzahl Räder undGetriebe nöthig; man braucht denn natürlicherweise nichtso viele, die bewegende Kraft braucht nicht so stark zu seyn,weil sie nicht so entfernten Theilen ihre Kraft mitzutheilennöthig hat. Die allersimpelstcn von allen Pendeluhren,sind die, welche nur 24 Stunden in einem Aufzuge gehen.— Die hölzernen Wanduhren gehen gemeiniglich nur 12Stunden (s. Hölzerne Uhren). — Sie enthaltengewöhnlich nur z Räder und zwey Getriebe (f. Berech-nung). Sie sind denn auch nicht mit einer Walze verse-hen , sondern es ist blos eine Rolle mit dem ersten Radeverbunden, die unten einen vorspringenden Rand hat, derin eine Anzahl schräg liegender Zähne gefeilt ist, worausdas Sperrrad entsteht. Oft ist diese Rolle in den ganzgemeinen Uhren von Holz. Ein auf das erste Rad befe-stigter Sperrkegel faßt mittelst einer Sperrfeder in die Zähnedes Sperrrades, und schleift sich ebenfalls beym Umdre-hen der Rolle nach der gehörigen Richtung auf den Zähnendesselben heraus, und wenn man anhält mit Drehen; sowird der Sperrkegel fest in einen Zahn gedrückt, und erverhindert dadurch das schleunige Herumdrehen der Rolle.3 n der Rolle sind Stacheln, um der herumgeschlagenenSchnur das Abrutschen zu verwehren. Diese Schnur wird