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Ungleicher Gang des Pendels. Mitteldas Pendel auf die vortheilhaftesteArt einzurichten.
Es ist schon zu Anfange dieses Artikels erinnert, daßein einfaches Pendel, einmal in Bewegung gefetzt, msUnendliche fortschwingen würde, wenn ihm kein Hindernißin den Weg käme, und daß auch seine Schwingungen im-mer isochromst!) seyn würden. Nun ist aber bey den zu-sammengesetzten Pendeln immer ein solches Hinderniß da;nämlich der Widerstand der Luft und die Feic-kion am Aufhängungspunkte. Beydes mußman so viel wie möglich zu vermindern suchen, und mankann es würklich so weit damit bringen, daß ihre Würkungfast für nichts angesehen werden kann.
Man hat gefunden i) je größer die bewegende Flacheist, einen desto größer» Widerstand der Luft erleidet sie.Man sieht hieraus den'Grund der Anwendung der Linse,und die Vortheile die daraufberuhen, weil blos die Schärfederselben die Lust durchschneidet und ihr also nur eine kleineFlache darbietet. 2) Der Widerstand der Lust würktdesto stärker auf das Pendel, je größer die Bogen sind diees beschreibt, und je kleiner ihre Gewichte in Verglerchungmit ihren Flächen sind. Es kann daher ein Pendel vonmehr Gewicht in der Lust schneller schwingen, als ein gleichlanges leichteres, welches größere Bogen vibrirt. Hier-auf gründen sich die Vortheile schwerer Linsen, die nochdadurch das Pendel volikommner machen, daß man sienur kleine Bogen beschreiben läßt.
Mehrere thätige Männer machten, um ein richtigesResultat über die vortheilhaftefte Einrichtung der Pendelherauszubringen, eine Reihe Versuche, und sie fanden esfür ausgemacht richtig, daß, je schwerer die Linst ist,siber auch je weniger Fläche sie der Luft darbietet, und jedünner bey dieser Voraussetzung die Pendelstange ist, destoistchronischer die Oscillationen seyen. Selbst Newton,
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