Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
354
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(?rincipia pbilos. I^ib. II- I>roz>. XXXI. 8cboi.) stelltedergleichen Versuche an, und fand das Obige richtig; des-gleichen auch Derham (kbilok. 1 rLN 8 Lct. 74 . 294).Zu schwer darf man freylich auch die Linse nicht machen,weil dadurch die Friction am Aufhängungspunkte zu großwerden würde; man muß daher genau die Mittelstraßezu treffen suchen. Diese genau zu bestimmen hat sichbesonders Berthoud viele Mühe gegeben, und seineVersuche mit dem freyen Pendel — einem zusam-mengesetzten Pendel, welches blos für sich ohne Antriebeines Räderwerks seine Schwingungen verrichtet — sindseinem Werke (Eä etc. II. 67 u. f. AuchG e ißl ers Uhrm. Th. II. S. 6 5 u. f.) beygefügt.

Um die Kraft zu finden, die man zur Unterhaltungder Bewegung eines Pendels nöthig hat, je nachdem esgroße oder kleine Bogen beschreiben fill, auch dies gründetsich auf die eben angeführten Versuche. Wenn das freyePendel, in Bewegung gesetzt, eine gewiffe Anzahl Gradein einer bestimmten Zeit verliert; so muß die Kraft, diedas Pendel in Bewegung unterhält, so beschaffen seyn,daß sie ihm in jeder Sekunde das wieder ersetzt, was esohne Unterhaltung der Bewegung als freyes Pendel in einerbestimmten Zeit verlieren würde, um beständig die bestimm-ten Grade des Bogens beschreiben zu können. Die Rech-nungen hier beyzubringen wäre wohl zu weitläuftig, undsie mögten auch wohl nicht von Jedem verstanden wer-den. Wer Lust hat sie nachzusehen, der findet steinBerth 0 ud s Werke (ItlHi etc. II. x. 77. Dar-aus auch in Geißlers Uhrm. Th. II. S. 74 u. f.)

Auf eine mechanische Art könnte man dies nun wohlschon daraus finden, daß nian die bewegende Kraft solange verstärkte, bis sie im Stande wäre das Pendel fort-zubewegen, und gehörig in Bewegung zu unterhalten;man könnte nur um das Steigrad eine Schnur mit einerWaagschaale legen, und das Gewicht darin so lange ver-mehren, bis die verlangte Größe des Bogens herauskäme:ollem noch vortheilhaster wäre es für ummthematische Uhr-