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wenn auch die Bogen, die das Pendel beschrieb, ungleichwurden. k'l§. 6.V. stellt des Pendels Aufhängungzwischen den cykloidischen Blechen vor.
Auch diese Erfindung des Huyghens war nichtvon Fehlern frey, obgleich die Theorie, worauf sie sichgründet, richtig ist. Es war nicht möglich, genau einesolche Krümmung den Blechen zu geben, als die Theorieverzeichnete; die Feuchtigkeit der Luft machte den Fadenzum Hygrometer, der sich bald verlängerte, bald verkürzte,die veränderliche Steifigkeit des Fadens, indem sich Staubdaran setzte, der nach und nach zu einer Schmiere wurde,machte die Biegung des Fadens, die genau nach der Fi-gur der Bleche erfolgen mußte, gezwungener, und dasPendel selbst erlitt einen zu großen Widerstand der Luft,wegen der großen Bogen die es beschreibt. Daher wurdedie Cykloide des Huyghens bald wieder bey Seite gelegt,und seit der Zeit die Pendeluhren so eingerichtet, daß ihrePendel kleine Bogen beschrieben, die man ohne Fehlerals kleine Theile einer Cykloide, und daher als völlig ijo-chronisch ansehen konnte. Derham und Hook, die bei-den verdienstvollen Engländer, waren die ersten die hierzuihre Zuflucht nahmen; LeBon und kurz darauf de Ri-va;, ein Paar französische Künstler, traten in ihre Fuß-stapfen, und man hat bis jetzt diese Einpichtung bey gutenPendeluhren noch immer beybehalten.
Lange des Pendels.
Man weis, daß zu einer gewissen Zeit, z. B. zueiner Sekunde, eine bestimmte Länge des Pendels nöthigist, um genau in diesem Zeitraume eine Oscillation, dasheißt: eine Bewegung hin und eine wieder zurück, zumachen; und durch Berechnungen und Versuche hat manherausgebracht, daß, wenn ein Pendel noch einmal soschnell schwingen soll, man dasselbe viermal kürzer ma-chen müsse, bey einer dreyfachen Geschwindigkeit neun-mal kürzer, und so nach den Quadratzahlen der Zeitenmmer kürzer. Im Gegentheil nach gleichen Verhältnis-