Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
334
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nietet wird. Dies geschieht, indem man die Platte aufden Amboß legt, und Nun mit einem Hammer so langeauf den hervorragenden Stift schlagt, bis dessen Flächeßch ziemlich vergrößert hat, und dadurch die Platten ganzfest auf einander sitzen. Wollte man einen Stift oder einenPfeiler an eine Platte nieten; so bohrt man da, wo erhingesetzt werden soll, ein Loch in die Platte, und ver-senkt dies auf der Seite etwas, ws die Vernietung ge-schieht. Darauf feilt oder dreht man einen zapftnartigenAbsatz an den Pfeiler, so dick, daß er in das Loch geheund etwas langer als die Dicke der Platte betragt. Als.dann spannt man den Pfeiler in den Schraubstock, nach-dem man Leder, da wo er eingespannt werden soll, um ihngewunden hatte; oder man setzt ihn auch wohl nur auf denSchraubstock oder Amboß, und so vernietet man ihn.

Schwerer ist das Verfahren- ein Getriebe an einRad festzunieten. Es muß erstlich an die Stelle, wo beidemit einander verbunden werden sollen, ein Putzen angelö-thet werden (s. Putzen), und daran wird nach der Seitezu, wo das Rad hinkömmt, ein Absatz gedreht, der ge-nau in das in die Mitte des Rades gebohrte Loch paßt«Nun seht man den Hintern Theil des Putzens zwischen dieBacken des Schraubstocks oder zwischen dasNietklöb-chen, und stellt, weil Man hier nicht mit dem Hammerdas Nieten verrichten kann, den sogenannten Nictbonzenauf den Ort der Vernietung. Dann schlägt man mit demHammer auf dies Werkzeug, wahrend man das Rad be-ständig herumdreht, uM die Vernietung rings herum anallen Seiten gleichförmig zu erhalten. Finder man, nach-dem das Getriebe auf dem Rade festsitzt, daß das RadNicht riind läuft, welches man mittelst des Abwäge Zir-kels sehen kann; so kann man es noch mit einigen Schlä-gen nachhelfen, s. Abwägezirkel. Die nämliche Be-schaffenheit des Vernieten hat es mit der Spindel, welchemit ihren Putzen an die Unruhe festgenietet wird, f.Spindel-