Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
331
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kann man alsdann auf alle Zahne eines Steigrades an.' wenden, s. Steigrad.

Neue Erfindungen in der Uhrmacher,klinst- Man hat die ganz richtige Bemerkung gemacht,daß in einem Zeitraume von 20 Jahren vieles in der Uhr-macherkunst verändert, wenig aber oder fast gar nichts ver-bessert ist; man müßte denn unter Verbesserung die Anwen-dung solcher Mittel verstehen, die den äußern Glanz derUhren erhöhten, keineswegcs aber ihren innern Werth ver-vollkommneten. Dahin gehören denn auch besonders dieneuen Erfindungen. Es ist wahr, es bestrebten sichnoch immer verschiedene Künstler den Uhren immer meh-rere Vollkommenheit zu verschaffen, und nahmen daherbald Veränderungen mit der Hemmung bald mit der Com-pensation des Pendels vor; (s. Hemmung und Pendel)in wie fern ihnen dies geglückt ist, mag das kunstverstän-dige Publikum entscheiden. Zu Bergen, in derSchweiz, verfertigte ein junger Künstler Joh. Ludw.Recorder zuerst Taschenuhren die sich von selbst aufzie-hen. Ein kleines auf einer elastischen Feder ruhendes Ge-wicht ist auf eine künstliche Art in das innere der Uhr ge-legt, und zieht bey der geringsten Bewegung der Personen,die die Uhr haben, die Hauptfeder der Uhr auf, wo als,dann die Uhr in Bewegung kömmt. Ohme die geringsteBewegung geht denn die Uhr z o bis 50 Stunden; als-dann muß sie wieder durch eine geringe Bewegung, z. B.im Tragen, aufgezogen werden. Doch muß sie immervertikal herabhängen, wenn sie im Gange bleiben soll;legt man sie hin, so bleibt sie gleich stehen. Eine solcheUhr, die nachher von andern Künstlern nachgemachtwurde, kostet in kondomHv bis 50 Pfund, oder 240 bisZoo Reichöthaler. (S, OblbrvLtioiw luv lapar Dom. ADI, 1790. P. 60).

Zu den Uhren, die sich von selbst aufziehen, gehöreauch Gaudrons Erfindung, wo bey Pendeluhren dasGewicht mittelst einer Feder wieder aufgezogen wird,wenn es .um eine Linie gesunken ist,