Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
316
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Schlaglothe'werden, so müßte man es zu einem ganz dün.neu Bleche schmieden, fes alsdann absieden und zuletzt inschmale Streifen zerschneiden. Verschiedene Arbeiter neh-men, wie Klein berichtet, zu r Theil feinen Silberseinen Theil ganz dünne geschlagenen Messingblechs, brin-gen erst das Messing im Fluß, und setzen dann das Silberzu. Lange darf das geschmolzene Loth nicht im Flussestehen, weil sonst viel Messing verbrennt und verfliegt, unddas Loth alsdann härter und unflüssiger wird.

Die Zinnlöthung ist zwar nicht so dauerhaft als dievorher beschriebene; allein bey vielen Fällen ist sie diesendoch noch vorzuziehen. Man nimmt gutes Zinn, schnei-det es in kleine Stücken, und legt deren auf die zu lochen-den Theile. Ist einer von diesen Theilen Stahl oder Eisen;so befeuchtet man ihn, nachdem er rein geschabt ist, mit.Salmiakwasser klein geriebenen Salmiak mitMaster angefeuchtet streut etwas Colophonium darüberund bringt das Zinn mit einem Löthrohre im Fluß. Beykleinen Theilen, z. B. wenn an die Spindel der Putzengelöthet werden soll, befeuchtet man die Stellen wo sieznsammengelöthet werden sollen, mit Baumöl worunteretwas Salmiak gerieben ist, legt etwas Zinn mit Bleyvermischt darauf und bringt es mit dem Löthrohre im Fluß.Auch verzinnt man wohl zuvor die Spindel an der Stellewo der Putzen daran gelöthet werden soll auf die beschrie-bene Art, steckt sie durch das Loch im Putzen und verrich-tet dann dasLöthen.

Um das Zinn geschwind fließen zu lasten nimmt mandas sogenannte Schnellzinnlotb. Man kann zu dessenVerfertigung Zinn und Bley von jedem r Loth, Wis-muth 2 Loth nehnzen, es zusammenschmelzen, und überein Brett laufen lassen, damit es zu einer dünnen Plattewerde.

Löthrohr, Blaserohr,Sonennt man das Rohr, welches der Uhrmacher gebrauchtum die Flamme des Lichts nach der Stelle hiuzublastn, wo