Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
315
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«in, und legt auf der Ritze heraus kleine Stücke Loth,welche man mit einem gleichförmigen Feuer im Flußbringt.

Ist das Stück das man lochet klein, z. B. eine Spindel/deren Putzen aufgelöthet werden soll; so setzt man diesemit ihrem kürzern Ende auf gelinde Kohlen, nimmt auchein Taglicht zur Hand, und bläßt mit dem Löthrohredie Spitze der Flamme des Lichts auf die Seite des Put-zens, wo das Silber liegt. Fließt dies, so nimmt mandie Spindel herab von den Kohlen, feilt sie etwas rein,bestreichr sie mit Seife, glüht sie nochmals roch, undwirft sie >n Baumöl. Befürchtet man, daß durch das^ «vermöge Glühen das Silberloch wieder ins Fließen ge-rathen könnte; so kann man die zusammengelöthete Fugenur mit verdünntem Erdlehm, mit etwas Alaun oder auchmit Kreide vermischt, bestreichen, und das Loth wirdj nicht'wiedcr in Guß gerathen. (S. Vogels praktischerUnterricht von Taschenuhren. Leipz, 1774. S. log.)

^ Damit das Aufbrausen des Boraxes nicht wahrend

dem röchen geschehewodurch oft das Loth heruntergewor.fen wird; so merke man sich bey der Bereitung desselbennoch das, daß man ihn, nachdem er zu Pulver gestoßen,ansein Brett schüttet, mit Wasser befeuchtet und dannaufbrausen laßt. Sodann thut man ihn in die Büchse(s. Boraxbüchse.)

Zur Verfertigung des Silberschnelllothes schlägtG. Klein (Beschreibung der Metalllothe und Löthungen,darin sowohl alle Schlag - Schnell - Hart. Weich - Metall-loche zu machen, als auch alle Metalle selbst zu löthenangewiesen ist. Berlin 1760) folgendes Verfahren vor:^ Man soll einen Theil des reinsten Silbers nehmen, z. B.x Loth, und eben so viel reines Messing. Dies soll manzusammenfließen lassen, den sechzehnten Theil Zink dazwi-schen thun, und beym Zusammenfließen etwas Borax dar-> auf werfen. Diese Vermischung gießt man alsdann ineinen Einguß, und läßt sie ehalten. Sollte es zum