Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
314
Einzelbild herunterladen
 

Loch, erweitern und glätten. Ein lochzu erweitern gebraucht man einen Reibahl, zum Glät-ten desselben bedient man sich eines Glattahlö.

böthen, souäsr. Die'Vereinigung zweyer oder

mebrerer Mctallstücke mit einander, indem nian ein ande-res^Metall, welches man Loth nennt, dazwischen bringt,und es mittelst des Feuers in Guß setzt, wird das-tben genannt. Man verrichtet das Löthen überhaupt aufdreyerleyArt: i) mit Silberloth (8ouäre ä'argem),2 ) mit Schlagloth (8c,uärchuure) ; und z)mitZinn.l 0 tb. Ist eins von diesen Lothen durch Vermischung ver-fchiedentr das Schmelzen befördernder Materien so einge-richtet, daß das Loth früher als in seinem natürlichen Zu-bände in Guß kömmt; so nennt man es Schnellloth(8onärs aI'LtLin), z.B. Silbcrschncllloth, Zinn.schnellloth u.s.w.

Zum Löthen mit Silberloth gehört r) das Silberloth,r) Borax, z) Wasser. Gesetzt man wolle an eine stäh.lerne Welle ein Stück Messing etwa einen Putzenlöthen; so muß man die Stellen, die zusammengelöthetwerden sollen, recht rein schaben, damit kein Schmutzmehr daran sey. Darauf schneidet man von gutem Silberfeine Stückchen ab, und legt sie mehr oder weniger, jenach der Größe der Flächen die zusammengelöthet werdensollen, auf die Stellen wo diese Flächen zusammenschließen.Alsdann streut man mit der Borax büchse feinen geses-senen Borax darauf und feuchtet ihn etwas mit Wasseran. Nun legt man das zu löthende Stück behutsam aufein Kohlfeuer, bedeckt es mit Kohlen, läßt erst den Bo-rax allmälig aufbrausen, und bringt die Kohlen in Hitze,bis man durch eine kleine Oefnung sieht, daß das Lothstießt. Darauf nimmt man es mit der Löthzange her-aus aus den Kohlen, und wirft es in kaltes Wasser, wennes gehärtet werden muß. Alsdann wird es auf dem An-laßbleche wieder angelassen, s. Harten. Will maneine Röhre zusammenlöthen, so macht man erst die Stel-len, welche der Länge nach zusammengefügt werden sollen,