Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
281
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nach der gehörigen Größe abgedreht war, und alsdannqeuau an den Cylinder gefügt wurde, s. Cylinder.hr.Auf den Putzen befinden sich die stählernen gutgehärerenZapfen. Die bogenförm gen Aufschnitte aus dem Haken-oder Cylinderrade müssen so herausgenommen werden,daß, wenn das Rad i; Zahne enthalten soll, man aufdem Schneidezeuge (s. Räderschneidzeug) die Zahlzo nehme, und sie mit einem feinen Einschneiderädcbeneinschneide. 15 Zahne nimmt man dann davon wechsels-we-ft weg, so, daß wenn man jetzt den ersten wegnimmt,man darnach den gten, dann den ;ten u. s. w. wegneh-me. Es werden sodann die richtigen Zwischenräumeherauskommen, worin der Cylinder zu liegen kömmt; dieseZwischenräume bestimmen zugleich den äußern Durchmes-ser des Cylinders. Was noch sonst über die Verfertigungder Cylinderhemmung zu erinnern ist, darüber sehe manden Artikel Cylinderu h r.

III. Freye Hemmung des Berthoud.

Da die ruhende Hemmung noch vieler Friction, unddaher noch mancherley Veränderungen ausgesetzt blieb; sokam Berthoud bey der Verfertigung recht vollkomme-ner Zenmester als der See uhren, und der Ta-schen chronometer aus die Idee, das Bestrebendes Rades sich herumzubewegen, nicht von dem Regula-tor selbst aufhalten zu laßen, sondern von einem besondernEinfalle, welchen der Regulator auölaßt, wodurch noth-wendigerweise die Friction bis auf den geringsten Theilvermindert wurde, die der Regulator von dem Aushebcndes Einfalls erleidet. Der Regulator setzte daher seineOscillationen fort, während das Rad von dem Einfalleaufgehalten wurde. Auf diese Art wurde der Grund zuder freyen Hem m u n g- gelegt. Es macht bey dieserHemmung die Unruhe zwey Schwingungen, eine hin undeine her, während der in Ruhe gebrachte Zahn sich wiederfrey mache, und zwar geschieht dies bey der zweyten Vi-bration der Unruhe; so lange wlrd daS Rad von dem Ein-falle aufgehalten.