Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
278
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kels den Bogen o: da wo sich beyde Bogen durchschnei-den, nämlich in o, ist der Mittelpunkt des BrgenS 6 K,den man aus o mit dem Halbmesser <> 4 beschreibe. Aufdiese Art hat man die rechte Gestalt des Hakens erhalten,den man nun nach dem Entwürfe auf dem messingenenPlattchcn dem Kaliber bearbeiten kann.

II. Taschenuhr.

Bey Taschenuhren sind die Steigrads- und Cy-linderhemm u n g am gebräuchlichsten und bequemsten,und ohngeachiet letztere für vollkommner gehalten wird,als erstere, so wird diese doch noch weit häusiger ange-wandt, als jene, weil sie nicht so viele Sorgfalt bey ihrerBearbeitung et fordert.

SteigradShemmung.

Die Steigradshemmung kann sowohl bey Taschen-uhren als auch bey Pendeluhren angewandt werden, je-doch ist sie bey letztem immer unvollkommen. Die ältestenPendeluhren waren mit der Steigradshemmung. BeyPendeluhren müssen die Spindellappen um einen kleinernWinkel, als bey Taschenuhren, gebogen seyn, wo er ge-wöhnlich 9O bis loo Grad beträgt. Dadurch werdengroße Schwingungöbogen und ein besserer Gang der Uhrhervorgebracht.

Je mehr das Steigrad der Are der Spindel kanngenähert werden, desto größer wird der Schwung der Un-ruhe und desto isochronischer der Gang der Uhr. Aus demGrunde ist es auch gut, wenn man die Spindel, ihrernöthigen Stärke unbeschadet, so dünne als möglich macht.Die geneigte Seite bor Zähne des Steigrades mußwie Bcrthoud richtig bemerkt mir der Are desGetriebes einen Winkel von i; bis 22 Graden machen,wodurch die leichteste Bewegung hervorgebracht wird. DieSteigradshemmung ist zwar die einfachste Hemmung;allein sie erfordert doch bey der Bearbeitung viele Genauig-