274
H e m
statt des gewöhnlichen Hemmungsrades, enthalt auf sei-nen beyden Flächen Stifte- zusammengenommen ohngefähr60 an der Zahl, welche wechseloweife bald auf der einenbald auf der andern Seite fest genietet sind. Dies Radwird von den übrigen Rädern der Uhr in Bewegung ge-setzt, und über ihm befindet sich der Haken, dehen beydeArme von einerley Gestalt smd, nur daß der eine unterdem Rade einwärts einen hervorragenden Theil hak, umdie Stifte auf der Seite aufzunehmen. Le Pautelur l'k-lorlogerie PUA. 19z. u. f.) beschreibt^ diese Hemmung, die er auch 198 u. f. auf Ta-schenuhren anzuwenden gesucht hat. Man sehe auchGeißlers Lehrbegrif der Uhrmacherkunst Th. IV.S. zo. u. f.)
Entwerfung eines Hakens zur ruhendenHemmun g.
Man bediene sich zur Entwerfung des Hakens derHemmung einer dünnen messingenen Platte, einige Zoll insGevierte groß. An dem Rande dieser Platte bemerke mangenau die Größe des Hemmungsrades, und in ihrer Mittebohre man ein Loch. Das Rad muß genau auf demPlatt-chen aufliegen, und der Bogen, den man für dasselbegezogen hat, genau die Größe d§s Rades haben, und con-ce arisch damit seyn. Man nehme die Weite vom Mittel-punkt des Steigrades bis zum Mittelpunkt des Loches fürdie Welle des Hakens zwischen den Zirkel, und trage sieaus dem Mittelpunkte des für das Steigrad gezogenenKreises auf das Plättchen.
Aus dem Mittelpunkte 8 des Rades (Vi§. 5.
III.) ziehe man den Cirkelbogen I) c, und bey a bohre manin das Plättchen ein kleines Loch von der Größe des Zapfensder Welle des Hakens. Dies Loch stellt das Zapfenlochder Welle des Hakens vor. Man ziehe von diesem Mit-telpunkte a die Linie a b, welche den Umkreis b c des Ra-des bey b berühret. Von b ziehe man eine gerade Linie